Jurassische Autonomiebewegung fokussiert sich auf Berner Jura

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Biel/Bienne,

Nach der Übergabe von Moutier und der institutionellen Regelung der Jura-Frage hat sich der Kampf für die Jura-Autonomiebewegung (MAJ) gewandelt. Die MAJ will nun die Beziehungen zwischen dem Kanton Jura und dem Berner Jura festigen und die französischsprachige Minderheit im Kanton Bern verteidigen.

Die Eingliederung von Moutier am 1. Januar dieses Jahres habe zwar die Politik des Jura verändert, aber auch das Kräfteverhältnis verschoben, sagte MAJ-Generalsekretär Pierre-André Comte in einer Rede vor Autonomiebefürwortenden am Sonntag in Delémont anlässlich der 79. Ausgabe des «Festes des jurassischen Volkes».

Seiner Ansicht nach sei der französischsprachige Teil des Kantons Bern ohne die Stadt Moutier noch stärker in die Minderheit gedrängt. «Der Südjura ist kleiner, anfälliger und gefährdeter als früher», so Comte. Es gehe daher darum, die Mechanismen zu bewahren, die eine Vertretung der französischsprachigen Bevölkerung des Kantons Bern gewährleisten. Dazu gehörten der Rat des Berner Jura, die Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie die sprachlichen Garantien.

Zudem müsse man sich vor der schrittweisen Eingliederung des Berner Jura in eine grössere, zweisprachige Verwaltungsregion mit Biel als Hauptort hüten, so Comte. «Wir wollen nicht, dass der Südjura zu einem blossen Randgebiet wird.» Denn auch wenn der Kanton Jura und der Berner Jura durch die Kantonsgrenze getrennt seien, teilten sie doch eine gemeinsame Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten dürfe.

Nach den Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte zwischen Autonomisten und Antiseparatisten gehe es nun darum, gemeinsam für den Erhalt der regionalen Identität und die Verteidigung der Interessen der französischsprachigen Bevölkerung des Kantons Bern zu arbeiten. «Dieser Schritt ist keine Schwäche», sondern «ein Zeichen politischer Reife», so Comte weiter.

Jede bedrohte Schule, jede in Frage gestellte Institution und jede geschwächte politische Vertretung müsse verteidigt werden, während gleichzeitig die sprachliche Minderheit der Region geschützt werden müsse.

Um dieses Ziel zu verfolgen, schlägt die MAJ die Einrichtung einer «Plattform zur Diskussion und zur Vertretung der Interessen des Südjura» vor, die allen politischen Strömungen und Bewegungen offenstehen soll, die sich daran beteiligen möchten. Das MAJ fordert die jurassische Regierung zudem dazu auf, «eine Politik der aktiven Zusammenarbeit zu betreiben».

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