Jugendprojekt gewinnt mit Social-Media-Clips den Föderalismuspreis
Mit Social-Media-Clips zu mehr politischer Teilhabe: Das Jugendprojekt CinéCivic gewinnt den mit 10'000 Franken dotierten Föderalismuspreis 2026 für seinen kreativen und humorvollen Ansatz.

Das 2013 gegründete Projekt verfolgt das Ziel, junge Menschen zur Wahrnehmung ihrer politischen Rechte zu ermutigen. Jugendliche erstellen dabei selbst Inhalte wie Filme, Plakate oder Podcasts, um Gleichaltrige für die Politik zu begeistern. Das Projekt wird von den Kantonen Genf, Waadt, Wallis, Bern und Zürich getragen und richtet sich an 15- bis 25-Jährige, wie die Jury der «ch Stiftung» am Dienstag schrieb, die den Föderalismuspreis seit 2014 jährlich vergibt.
Die Produktionen des Projekts zeichneten sich durch «ihre Innovationskraft, ihre Kreativität und ihren selbstironischen Humor aus», liess sich Jurypräsidentin Florence Nater in der Mitteilung zitieren. Dadurch würden sie sich besonders gut über die sozialen Medien verbreiten.
Bisher produzierten über 2300 Teilnehmende insgesamt 1115 Beiträge in deutscher und französischer Sprache. Diese wurden auf verschiedenen Plattformen mehr als 1,5 Millionen Mal angesehen. Die aktuelle Ausgabe des Projekts findet hauptsächlich in den sozialen Medien statt und wird durch pädagogische Hilfsmittel für Schulen ergänzt.
Die politische Bildung sei wichtig, um das Engagement der kommenden Generationen zu fördern, so die Stiftung weiter. Zwar nehme die Beteiligung junger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger seit rund 20 Jahren zu, sie sei aber weiterhin deutlich geringer als bei älteren Personen.
Bei der Abstimmung vom 8. März etwa lag die Beteiligung bei den 18- bis 29-Jährigen bei 47 Prozent, während sie bei den über 70-Jährigen 68 Prozent erreichte. Die allgemeine Stimmbeteiligung betrug 55 Prozent.
Der Föderalismuspreis ehrt Personen oder Organisationen für ihr Engagement zugunsten des Föderalismus und des nationalen Zusammenhalts. Die Stiftung wird von allen 26 Kantonen getragen. Letztes Jahr erhielt das demokratiefördernde Projekt «Spiel-Politik» des Vereins «Schulen nach Bern» den Preis.






