Ist teuer: Leute warten, dass Heizöl billiger wird – bald Ansturm?

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Zürich,

    Wegen des Kriegs im Nahen Osten haben viele Leute abgewartet, Heizöl zu kaufen. Doch die Preise sind nicht gesunken – und die Wintersaison steht bald an.

    Heizöl
    Viele Leute haben sich für diesen Winter noch nicht mit Heizöl eingedeckt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viele Schweizerinnen und Schweizer haben beim Heizöl auf sinkende Preise gehofft.
    • Doch die Situation im Nahen Osten hat sich zuletzt wieder zugespitzt, die Preise sind wieder angestiegen.
    • Laut einem Anbieter «droht ein logistischer Sturm, der schwierig zu bewältigen sein wird».

    Nach einer Pause im Sommer hat sich die Lage im Nahen Osten zuletzt wieder zugespitzt. Das lässt auch den Heizöl-Preis wieder ansteigen.

    Aktuell zahlt man für einen Liter Heizöl je nach Bestellmenge rund 1.60 Franken. Das ist rund ein halber Franken mehr als noch Mitte Juni. Heisst: Innert nur zwei Monaten gab es einen Preis-Anstieg von etwa 45 Prozent.

    Doch viele Menschen haben offenbar darauf spekuliert, dass sich die Situation im Nahen Osten beruhigt. Und der Preis somit sinkt: «Trotz des näherrückenden Winters bleibt die Nachfrage verhalten», erklärt Paolo Righetti, Präsident von Swissoil Ticino, gegenüber RSI.

    «Es droht ein logistischer Sturm»

    «Der Markt steht seit praktisch sechs Monaten still.» Doch er wüsste, dass die Kundinnen und Kunden wegen des bevorstehenden Winters bald Heizöl bestellen müssten. «Unabhängig vom Preis.»

    Was dem Anbieter Sorge bereitet: «Es droht ein logistischer Sturm, der schwierig zu bewältigen sein wird.» Righetti rechne mit längeren Wartezeiten für Kundinnen und Kunden, die mit einem Ansturm ausgelöst werden könnten.

    Das Problem: Die Lieferanten selbst kaufen keine grösseren Mengen auf Vorrat, weil dies mit erheblichen Risiken verbunden wäre. Spekulationen von ihrer Seite gebe es nicht.

    «Eine derart instabile Lage haben wir noch nie erlebt»

    Righetti glaubt zwar, dass die Preise wieder sinken werden, sollte sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigen. Doch wann das sein könnte, sei völlig offen.

    Wird bei dir mit Heizöl geheizt?

    Bis dahin könnte der Preis aber sogar noch weiter steigen. Denn: «Der Markt reagiert derzeit extrem empfindlich auf geopolitische Entwicklungen», sagt Righetti.

    «Eine derart instabile Lage haben wir noch nie erlebt.» Immerhin helfe die Freigabe von Pflichtlagern, die Preise ein bisschen zu stabilisieren.

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    Kommentare

    User #3810 (nicht angemeldet)

    Dann soll der Bund endlich handeln und die sinnfreie CO2 Abgabe mind. im Moment sistieren.

    User #1446 (nicht angemeldet)

    20 Grad in einer Wohnung oder Haus reichen. Aber meine Mitbuerger wollen trotzdem im Winter mit Schlappen, T-Shirt und Kurzhose leben, und das mit 24 Grad in ihrem Wohnraum. Da muessen sie zahlen, anstatt zu jammern. Immer dieser Neid, diese Fruestration, dieser Vergleich mit dem Inhalt des Tellers der anderen....

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