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    Ölpreise: Brent steigt zeitweise auf fast 110 US-Dollar

    Keystone-SDA
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    USA,

    Die Ölpreise sind in der Nacht zum Freitag deutlich gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November erreichte zeitweise fast 110 US-Dollar.

    Der Preis für Brent-Rohöl liegt seit Jahresbeginn fast 80 Prozent im Plus. (Archivbild)
    Der Preis für Brent-Rohöl liegt seit Jahresbeginn fast 80 Prozent im Plus. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

    Ursache sind neue Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten Transportrouten für Öl und Flüssigerdgas, sowie Gefechte zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudisch unterstützten Kräften. Im frühen Handel stagnierten die Preise dann. Zuletzt kostete Brent-Öl 107,40 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.

    In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Kämpfe im gesamten Nahen Osten verschärft. Brent-Rohöl liegt seit Jahresbeginn fast 80 Prozent im Plus, bleibt aber unter seinem im April erreichten Kriegszwischenhoch von etwas mehr als 126 US-Dollar je Barrel.

    Auch die Preise für europäisches Erdgas und die Frachtraten für Öltanker sind stark gestiegen. Raffinerieprodukte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, verstärkt durch die Folgen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine. In den USA stieg der durchschnittliche Preis für eine Gallone (3,785 Liter) Diesel nach Angaben des Analyseportals Gasbuddy erstmals auf 6 US-Dollar.

    In der Strasse von Hormus wurden erneut zwei Schiffe angegriffen. Der Kapitän eines anderen Schiffes habe beobachtet, wie «vier unbekannte Geschosse» die beiden Schiffe getroffen hätten, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit.

    Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten zufolge die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen. Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres. Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, und verbündete Milizen.

    Nach Einschätzung von Beobachtern richten sich der Iran und die USA auf einen längeren Konflikt ein. Eine rasche Waffenruhe oder Normalisierung der Energieflüsse aus dem Nahen Osten ist nicht in Sicht. «Marktteilnehmer scheinen ihre Erwartungen an Schwere und Dauer des Kriegs im Iran nach oben zu korrigieren», sagte der Rohstoffökonom Hamad Hussain von Capital Economics der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

    Kommentare

    User #3894 (nicht angemeldet)

    Wie hoch muss der Barrel Preis noch steigen bis die Amis kapieren, was sie mit der Trump-Wahl der Welt angerichtet haben?

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