Deshalb bleiben die Rutschen im Alpamare derzeit zu
Seit über zwei Wochen sind die Rutschbahnen im Alpamare zu. Es hagelt 1-Sterne-Bewertungen. Nun gibt es neue Details.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Alpamare bleiben die Rutschbahnen bis auf Weiteres zu.
- Auf Google hagelt es seither 1-Sterne-Rezensionen.
- Kritik zu den Themen Hygiene und Sicherheit sei besonders sensibel, warnt ein Experte.
- Bei Nau.ch geben die Betreiber nun weitere Details bekannt.
- Das Problem seien aktuell gar nicht die Rutschbahnen. Sondern eine Durchgangspassage.
«Das Alpamare ist in einem desolaten Zustand. Von offenen Steckdosen bis zu zerfallenden Gerüsten. Wenn sich da nicht die nächste Katastrophe anbahnt», so ein Kritiker.
«Geschlossene Rutschen sind das eine. Aber wenn der Rest der Anlage ungepflegt, dreckig und heruntergewirtschaftet wirkt, hört das Verständnis auf», ein weiterer. «Schmuddelig» – «Ich weiss nicht, ob ich wieder komme», fügen andere an.
Alpamare: Schliessung liegt nicht an den Rutschen
Seit rund zwei Wochen bleiben sämtliche Rutschbahnen im Freizeit-Park zu. Sowohl das Alpamare wie auch die Gemeinde informieren spärlich. Bis jetzt.
Gegenüber Nau.ch geben die Betreiber nun ein Update.
Das Problem liegt offenbar gar nicht bei den Rutschbahnen.
«Die laufenden Abklärungen betreffen die Durchgangspassage zu den Rutschbahnen», schreibt das Alpamare auf Anfrage. «Durch die vorsorgliche Schliessung des Durchgangs zu den Rutschbahnen können aktuell die Rutschbahnen selbst nicht benutzt werden.»
Die Gemeinde Freienbach, von der die Rutschbahn-Schliessung ausging, kann sich dazu nicht äussern. «Zum laufenden Verfahren können wir derzeit keine weiteren Auskünfte erteilen», schreibt die Kommunikationsabteilung auf Anfrage von Nau.ch.
Bei Hygiene und Sicherheit reagieren Gäste sensibel
Auf der Webseite des Alpamare ist noch immer lediglich von einer «technischen Störung» zu lesen. Zu wenig, findet der Kommunikations-Profi Felix Murbach.
«Die Formulierung ist sehr allgemein. Gäste wollen Klarheit. Wenn Informationen fehlen, entstehen Spekulationen – und die fallen meist negativer aus als die Realität.»

Die 1-Sterne-Bewertungen sollte man sehr ernst nehmen, warnt Murbach. «Viele Menschen entscheiden aufgrund von Google-Rezensionen, ob sie ein Restaurant oder ein Freizeitbad besuchen. Besonders sensibel sind Themen wie Sicherheit oder Hygiene – hier reagieren Gäste verständlicherweise sehr emotional.»
Droht gar das Ende? Das muss jetzt passieren
Genau diese Themen dominieren in den kritischen Kommentaren.
«Von einem Ende würde ich nicht sprechen», sagt Murbach, aber: «Das ist im Moment ganz klar ein Stresstest für die Marke Alpamare.»
Mit Säntispark, Bernaqua, Aquabasilea oder auch Rulantica in Rust ist die Konkurrenz nämlich mittlerweile gross. Zwar sei das Alpamare eine etablierte Marke mit viel Geschichte und emotionalem Wert. Sich auf der Vergangenheit auszuruhen, hält Murbach aber für falsch.
In Pfäffikon SZ müsse jetzt gehandelt werden – und zwar kommunikativ wie operativ.

«Gäste sind nicht nachtragend – aber sie wollen ernst genommen werden», so Murbach. Werde offen kommuniziert, was unternommen werde und wann mit einer Lösung zu rechnen sei, könne man viele Gäste zurückholen. «Schweigen hingegen verstärkt Unsicherheit.»
Einen ersten, kommunikativen Schritt haben die Betreiber nun also bei Nau.ch gemacht.
Alpamare hat Behörden und Ingenieurbüros einbezogen
In die aktuellen Abklärungen seien «verschiedene Behörden und Ingenieurbüros einbezogen», so das Alpamare. Die Abklärung und Gutachten bräuchten ihre Zeit.
«Die Sicherheit unserer Gäste und unserer Mitarbeiter haben höchste Priorität», betont das Erlebnisbad.
Dass das Alpamare heruntergekommen oder gar «schmuddelig» sei, dementiert das Unternehmen vehement. «Das Alpamare ist hygienisch sauber.»
In den letzten drei Jahren habe man die Prozesse überarbeitet sowie ein ganzheitliches Hygiene-Konzept implementiert.
«Besucherzahlen sind zurückgegangen»
Dass sich die Schliessung der Rutschbahnen auf das Besucheraufkommen ausgewirkt hat, muss sich das Erlebnisbad dennoch eingestehen: «Die Besucherzahlen sind aufgrund des beschränkten Angebots zurückgegangen.»
Die Rutschbahnen habe man im November 2025 einer routinemässigen Qualitätsprüfung unterzogen. Das abschliessende Prädikat: «gut».
Und abschliessend meint das Erlebnisbad: «Aktuell ist es uns leider nicht möglich, eine Prognose abzugeben, wann die Wiedereröffnung des Bereichs möglich sein wird.»














