In SRF-Quizshow: Hälfte der Kandidaten kennt Marcel Dettling nicht
In «1 gegen 100» wussten 42 von 88 Gegnern nicht, dass Marcel Dettling Präsident der grössten Schweizer Partei ist. Ein Experte ist nicht überrascht.
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Das Wichtigste in Kürze
- Kandidaten in der SRF-«Quizshow» «1 gegen 100» glänzten nicht mit politischem Wissen.
- Fast die Hälfte von 100 Teilnehmern wusste nicht, dass Marcel Dettling der SVP Schweiz vorsteht.
- Für Politologe Michael Hermann ist das zwar «bemerkenswert» – aber aufgrund der hohen Wahlabstinenz auch nachvollziehbar.
Wer ist eigentlich derzeit SVP-Präsident?
In der SRF-Quizsendung «1 gegen 100» wussten das am Montagabend 42 der 88 verbliebenen «Gegner» im Saal nicht. Für Kandidat Matteo (25) hingegen wurde die Frage zum Glücksfall …
FDP, SVP oder GLP?
Der Student aus Domat/Ems GR steht noch am Anfang seines Spiels. Er hat 12'000 Franken auf dem Konto, noch alle Joker zur Verfügung und 88 Gegnerinnen und Gegner vor sich.
Dann kommt die Frage: «In welcher Partei wurde Marcel Dettling im März 2024 einstimmig zum Präsidenten gewählt?» Zur Auswahl stehen die FDP, die SVP und die GLP.
Matteo ist sich ziemlich sicher, tippt auf die SVP und setzt sogar den Doppeljoker ein.
Als aufgelöst wird, ist klar: Fast die Hälfte der Gegner – die natürlich vor Matteo antworten mussten – lagen daneben. 42 von ihnen haben falsch getippt, Matteos Kontostand springt von 12'000 auf 96'000 Franken.
Experte: «Alice Weidel würde eher erkannt»
Moderatorin Angélique Beldner ist baff. Sie ist sicher, schaue Dettling gerade zu Hause zu, denke er: «Das darf ja wohl nicht wahr sein!»
Auch Politologe Michael Hermann findet es «bemerkenswert», dass 42 Personen nicht wussten, zu welcher Partei der SVP-Präsident gehört. Andererseits passe es auch zum Bild, sagt er zu Nau.ch.

«50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer gehen wählen, 50 Prozent nicht», so der Geschäftsführer des Forschungsinstituts Sotomo.
Es widerspiegle auch die hohe Wahlabstinenz, wenn Aushängeschilder wie Parteipräsidenten nicht erkannt würden.

Hinzu kommt laut Hermann: Mit der direkten Demokratie interessieren sich viele mehr für Themen als für Köpfe – im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland.
«Alice Weidel würde in der Schweiz wohl eher erkannt», sagt Hermann.
SVP-Personal ist «austauschbarer geworden»
Zudem seien zu Zeiten des Aufstiegs der SVP die Figuren dominanter gewesen. Toni Brunner oder Christoph Mörgeli hätten wohl die meisten gekannt.
«Mittlerweile ist das Personal austauschbarer geworden», so Michael Hermann.















