Im Kanton Bern wird das erste zweisprachige Mädchenhaus eröffnet

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Biel/Bienne,

In Biel BE finden von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt betroffene Mädchen und junge Frauen ab Juni eine sichere Unterkunft und Betreuung. Es ist erst das zweite spezialisierte Angebot dieser Art in der Schweiz.

Im Sommer 2026 wird das erste zweisprachige Mädchenhaus in Biel eröffnet. (Symbolbild)
Im Sommer 2026 wird das erste zweisprachige Mädchenhaus in Biel eröffnet. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/MAURIZIO GAMBARINI

Der Kanton Bern hat den Betrieb vorerst als dreijähriges Pilotprojekt bewilligt, wie Manuela Schild, Präsidentin des Vereins «Solidarité femmes Biel und Region» den Medien am Mittwoch mitteilte. Als anerkannte Opferhilfestelle wird der Verein das Mädchenhaus während drei Jahren als Pilotprojekt im Auftrag des Kantons Bern führen.

Auch die Co-Präsidentinnen des Vereins «MädchenHousepourFilles» waren an der Medienkonferenz in Biel anwesend. Der Verein hatte sich in den vergangenen 15 Jahren für die Errichtung eines spezialisierten Schutzangebotes für Mädchen und junge Frauen eingesetzt. Ab Juni 2026 wird das Mädchenhaus Biel-Bienne erstmals Mädchen und junge Frauen beherbergen können.

In der Schweiz gibt es erst ein Mädchenhaus: In Zürich finden sieben gewaltbetroffene Mädchen Schutz und Betreuung. Eine Studie im Auftrag des Bundes ergab, dass schätzungsweise vierzig zusätzliche Schutzplätze benötigt werden. Das zeigt sich auch in der Praxis – 2024 konnte das Mädchenhaus Zürich hundert Mädchen wegen Platzmangels nicht aufnehmen.

Der Bedarf nach spezialisierten Schutzräumen für Mädchen und junge Frauen sei enorm, hiess es seitens des Mädchenhauses in Zürich. Laut der Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO) ist die Gewalt an Mädchen in den letzten Jahren gestiegen.

Die Eröffnung des Mädchenhauses Biel-Bienne leiste einen konkreten Beitrag zum Schutz von Frauen und minderjährigen Mädchen vor allen Formen von Gewalt, betonte Schild am Mittwoch. Dazu hatte sich die Schweiz mit dem Beitritt zur Istanbul-Konvention 2018 gesetzlich verpflichtet.

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Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Zweisprachig ? Glaube eher dass es Dolmetscher braucht.

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