Hohe Ölpreise sorgen bei Shell & Co für Gewinnsprünge
Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Öl- und Gaspreise lassen die Kassen bei den Ölmultis klingeln. Totalenergies, Shell und Repsol meldeten Gewinnsprünge. Aktionäre sollen durch Aktienrückkäufe profitieren. An der Börse legten die Aktien am Donnerstag zu.

Der Krieg im Nahen Osten beschert den Ölkonzernen einen kräftigen Schub. In der Strasse von Hormus ist der Tankerverkehr gestört. Liefer- und Produktionsausfälle treiben die Preise in die Höhe.
Der Ölpreis für Brent lag im dritten Quartal durchschnittlich bei mehr als 90 US-Dollar pro Barrel, aktuell sind es rund 113 Dollar. Vor Kriegsbeginn Ende Februar waren es weniger als 70 Dollar. Die USA und Israel hatten den Iran angegriffen.
Shell und seine Konkurrenten betrieben ihre Raffinerien in den vergangenen Monaten so intensiv wie möglich. Zusätzliche Erträge aus Handel und Raffinerien überwogen die Belastungen durch Liefer- und Produktionsschwierigkeiten deutlich.
Auch der Ausfall von Flüssigerdgaslieferungen aus dem Persischen Golf bescherte grossen Energiekonzernen unerwartete Gewinne, obwohl sie im Nahen Osten Produktionsausfälle hinnehmen mussten.
Shell verdoppelte den bereinigten Gewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 10,8 Milliarden Dollar. Das ist der zweithöchste Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Shell übertraf damit die Analystenerwartungen. Einen noch höheren Quartalsgewinn hatte der Konzern nur 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine erzielt.
Bei Totalenergies stieg der bereinigte Nettogewinn im Jahresvergleich auf mehr als das Doppelte und erreichte gut 9 Milliarden Dollar.
Repsol vervielfachte den bereinigten Gewinn von 0,75 auf gut 2,7 Milliarden Euro. Das spanische Unternehmen kündigte sein drittes Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr an. Noch in diesem Jahr sollen weitere Aktien im Wert von 950 Millionen Euro zurückgekauft werden.
Shell kündigte Aktienrückkäufe von fünf Milliarden Dollar an, zwei Milliarden mehr als im abgelaufenen Quartal. Totalenergies will im Schlussquartal und im ersten Quartal 2027 eigene Aktien für 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Aktienrückkäufe können den Wert der verbleibenden Aktien steigern, wenn die erworbenen Papiere eingezogen werden. Dadurch steigt der Gewinnanteil der verbleibenden Aktien.










