Heiz-Kosten unterscheiden sich je nach Region stark
In der Schweiz schwanken die Gaspreise massiv. Selbst innerhalb eines Kantons können sie dreimal so hoch sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Je nach Region schwanken die Gaspreise in der Schweiz stark.
- Selbst im selben Kanton kann der Preis dreimal so hoch sein.
- Nach der Energiekrise sind die Preise wieder stabil und sollten vorerst so bleiben.
Die Gaspreise für Haushalte schwanken in der Schweiz je nach Versorgungsgebiet sehr stark. Nach dem starken Anstieg 2022 während der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs sind die Tarife seit 2023 wieder deutlich gesunken. Seit Frühjahr 2024 bewegen sie sich ungefähr seitwärts.
Gas wird in der Schweiz vor allem zum Heizen benötigt: Von Haushalten, der Industrie, von Dienstleistern und in der Landwirtschaft. Strom wird hierzulande so gut wie gar nicht mit Gas erzeugt.
Laut Preisüberwacher liegt der Durchschnittspreis in der Schweiz derzeit bei knapp 13 Rappen die Kilowattstunde. Dies gilt für ein Mehrfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 100'000 Kilowattstunden.

Die Preise für dieselbe Verbrauchskategorie schwanken aber regional massiv: Von 7,5 Rappen bis zu etwa 23 Rappen die Kilowattstunde. Dabei kann der Preis auch innerhalb eines Kantons dreimal so teuer ausfallen.
Preisniveau wieder stabil
Energie 360 Grad ist der grosse Zürcher Gasversorger. Ein Heizkunde zahlt für das Standardprodukt mit 40 Prozent Biogas rund 12 Rappen pro Kilowattstunde. Dieser Preis gilt seit dem 1. Januar 2026 ab einem Konsum von über 50'000 Kilowattstunden jährlich.
Mit der Beruhigung nach der Energiekrise seien die Preise wieder gesunken. Und konnten seither auf einem stabilen Niveau gehalten werden, hiess es vom Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.
Energie 360 Grad kauft einen grossen Anteil der benötigten Mengen frühzeitig als Terminprodukte ein. Deshalb mussten kurzzeitige Preisanstiege seither nicht an die Kunden weitergegeben werden.
In den vergangenen zwei Wochen seien die Marktpreise zwar wieder etwas volatiler gewesen. Es gebe derzeit aber keine Anzeichen dafür, dass es in den nächsten Monaten zu grossen Veränderungen kommen könnte.








