Das «Haus zur Beuge» in Näfels (GL) war einst das Zuhause von Patrizierfamilien. Ein Architekt hat dem antiken Gebäude nun zu neuem Glanz verholfen.
Haus zur Beuge
Das «Haus zur Beuge» in Näfels wurde vom Architekten Volker Marterer restauriert. - Hans Bühler/Kanton Glarus

Das Wichtigste in Kürze

  • Das «Haus zur Beuge» in Näfels wurde vom Architekten Volker Marterer restauriert.
  • Das frühere Patrizierhaus wurde 1415 im Glarnerland errichtet.
  • Nun erscheint das unter denkmalgeschützte Haus in neuem Glanz.

Lange Zeit wirkte das «Haus zur Beuge» in Näfels GL völlig unscheinbar. Die Geschichte des Hauses ist allerdings alles andere als schlicht. Das 1415, zu Beginn des Zeitalters der Renaissance, entstandene Gebäude war das Zuhause von Patriziern. Man kann nur ahnen, wie viele Geschichten sich innerhalb dieser vier Wände im Laufe der Zeit abgespielt haben müssen.

Doch die Jahre gingen nicht spurlos am denkmalgeschützten Haus vorbei. Über die Dauer hat das «Haus zur Beuge» viel von seinem früheren Glanz verloren. Grund für den Architekten Volker Marterer, sich einem neuen Projekt anzunehmen und das Gebäude zu restaurieren.

In einer Mitteilung des Kantons Glarus wird er wie folgt zitiert: «Bei der Renovierung galt es, die Qualität der historischen Substanz herauszuschälen und Wertvolles von Belanglosem zu trennen. Ein Spagat, der sich zwischen der Sicherung der geschützten Strukturen und den zeitlichen Komfortanforderungen bewegt. Der auf Normen unserer Zeit, wie Brand- und Lärmschutz, eingehen muss und das handwerkliche Können der Arbeiter fordert.»

Tag der offenen Tür gewährt Einblicke ins «Haus zur Beuge»

Dieser Spagat scheint dem Architekten gelungen zu sein. Das einst glanzlose, unscheinbare Haus in Näfels wird seiner Geschichte wieder mehr als gerecht. Im Inneren sind mehrere Alters-Etagenwohnungen entstanden.

An diesem Wochenende (14. und 15. Mai 2022) kann das «Haus zur Beuge» bei einem Tag der offenen Tür besichtigt werden.