Hansjörg Wyss steigt in Kampf um US-Traditionszeitung ein

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    Zürich,

    Hansjörg Wyss zählt zu den reichsten Schweizern. Der 85-jährige Berner steigt in den Übernahmekampf um den Chicagoer Zeitungskonzern Tribune Publishing ein.

    Hansjörg Wyss
    Unternehmer Hansjörg Wyss während einer Medtech-Konferenz in Genf 2015. (Archivbild) - Keystone

    Hansjörg Wyss zählt zu den reichsten Schweizern. Und zu den spendabelsten, wenn es um sinnvolle Projekte geht. Beim jüngsten Projekt geht es eine US-amerikanische Traditionszeitung, die der Unternehmer und Mäzen kaufen will.

    Der 85-jährige Berner steigt in den Übernahmekampf um den Chicagoer Zeitungskonzern Tribune Publishing ein. Dieser droht vom New Yorker Hedgefonds Alden Global Capital übernommen zu werden.

    Interessiert an US-amerikanischer Traditionszeitung

    Zusammen mit dem Hotelier Stewart W. Bainum Jr. aus Maryland will Wyss rund 680 Millionen Dollar in die Hand nehmen, um den Konzern zu kaufen. Dies teilte die Tribune Publishing am Ostermontag mit.

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    Zu seinen Beweggründen erklärte sich Wyss kürzlich in der «Chicago Tribune». Er möchte nicht, dass noch eine weitere Zeitung den Bach heruntergeht. Denn diese hat die Chance, dem amerikanischen Volk mehr Wahrheit zu vermitteln.

    Denn dies wird befürchtet, wenn der Hedgefonds Alden den Konzern vollständig übernimmt. Der Hedgefonds hält bereits knapp 32 Prozent der Aktien von Tribune Publishing. Alden ist laut «Tribune» bekannt dafür, die Kosten bei den übernommenen Zeitungen drastisch zu senken.

    Hansjörg Wyss gehört zu den reichsten Schweizern

    Wyss hat sein Vermögen mit dem Verkauf seines Lebenswerks Synthes gemacht. Vor rund zehn Jahren verkaufte er seine Anteile am Orthopädiekonzern für rund zehn Milliarden Dollar. Seither gehört das Unternehmen dem US-Pharmariesen Johnson & Johnson.

    Seitdem hat Wyss mit grosszügigen Spenden regelmässig für Schlagzeilen gesorgt. So hat er mehrere Hundert Millionen Dollar für den Umweltschutz in den USA gespendet.

    Auch die ETH und die Universitäten Zürich und Genf oder das Kunstmuseum Bern wurden mit zig Millionen bedacht. Zudem macht Wyss bei «The giving Pledge» mit. Das verpflichtet ihn, mindestens die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Zwecke zu Spenden.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hansjörg Wyss zählt zu den reichsten Schweizern.
    • Der 85-jährige Berner steigt in den Übernahmekampf um Tribune Publishing ein.

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