Glarner Skilift war diesen Winter nur sieben Tage offen
Der Skilift Schilt im Kanton Glarus war in diesem Winter nur sieben Mal geöffnet. Grund: Schneemangel. Gefragt sind nun neue Strategien.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen fehlenden Schnees öffnete der Skilft Schilt GL diesen Winter nur an sieben Tagen.
- Neue Strategien werden diskutiert. Sommertourismus steht zur Diskussion.
- 109 der etwa 250 Schweizer Skigebiete sind aufgrund des Klimawandels gefährdet.
Das drittgrösste Glarner Skigebiet bangt um seine Zukunft. Aufgrund der Wetterverhältnisse war der Skilift Schilt in diesem Winter nur an sieben Tagen geöffnet.
Da Schnee zur Mangelware geworden ist, lag die Dauer der Inbetriebnahme des Skilifts stark unter dem Durchschnitt. Das hat zu einem Gewinneinbruch von 20 bis 30 Prozent geführt, wie die Lokalzeitung «Südostschweiz» berichtet.
Das Beschneien ist kein Thema, da es zu teuer wäre. Fritz Beglinger, der Geschäftsführer der Schilt AG, setzt nun auf neue Strategien.
Den Lift einfach weiter oben in Betrieb nehmen?
Eine Möglichkeit wäre, den Schnee vom oberen Teil des Geländes mit Pistenfahrzeugen in den unteren Teil zu transportieren. Oberhalb des Naturfreundehauses seien die Schneeverhältnisse in der Regel gut.
Es wurde auch darüber diskutiert, den Skilift erst ab Höhe des Naturfreundehauses in Betrieb zu nehmen. Das scheiterte jedoch gemäss Beglinger an den Parkplätzen. Sie liegen ein Kilometer entfernt und 200 Höhenmeter tiefer.
«Das geht kaum jemand zu Fuss», ist für ihn klar.
Eine Idee wäre ein Bike-Park, so Beglinger in der Zeitung. «Wir könnten den unteren Lift leicht umrüsten und die Teller durch Haken ersetzen, damit die Fahrräder hochtransportiert werden können.»
Die Liftbetreiber wollen jedenfalls «kämpfen», betont Der Geschäftsführer.
Der Schneemangel setzt vielen niedrig gelegenen Skigebieten zu. Betroffen sind vor allem solche unter 1500 Metern Höhe.
Doch das Beispiel aus dem Kanton Glarus zeigt, dass es auch höhere Lifte trifft: Das Skigebiet Schilt liegt auf 1602 Metern.











