Fast 70 Prozent der Restaurants, Cafés und Bars sind laut Gastrosuisse in den roten Zahlen wegen der Corona-Massnahmen.
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Kneipen in Corona-Zeiten. (Symbolbild) - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Gastrosuisse fordert vom Bundesrat für ihre Mitglieder finanzielle Unterstützung an.
  • Seit der Zertifikatspflicht würden fast 70 Prozent der Restaurants rote Zahlen schreiben.
  • Gemäss Casimir Platzer wiege schwer, dass das Festtagsgeschäft «den Bach runter» sei.

Zugespitzt habe sich die Lage nach der Einführung der Zertifikatspflicht und weiter im Dezember mit der 2G-Regel (geimpft oder genesen). Gastrosuisse fordert vom Bundesrat auch rückwirkende finanzielle Unterstützung.

Casimir Platzer
Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. - Keystone

«Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe ist weiterhin ernst», wird Casimir Platzer, Präsident des Branchenverbandes Gastrosuisse, in einer Mitteilung vom Montag zitiert.

70 Prozent der Betriebe im Minus

Wegen der anhaltenden Corona-Massnahmen arbeiteten inzwischen fast 70 Prozent der Betriebe defizitär, wie eine Befragung bei knapp 1900 Mitgliedern von Gastrosuisse ergab, die in der ersten Januarwoche durchgeführt wurde.

Auch den Mitarbeitenden mache die Situation je länger desto mehr zu schaffen. Nach der weiteren Verschärfung der Corona-Massnahmen im Dezember sei besonders das Feiertagsgeschäft «den Bach hinunter» gegangen, so Platzer. Die gastgewerblichen Betriebe hätten nur 53 Prozent Umsatz gemacht im Vergleich zu einem üblichen Geschäftsjahr.

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Die Terrasse des Restaurant Glasi Restaurant im Hergiswil am See im Kanton Nidwalden am Donnerstag 15. April 2021. - keystone

Gesamthaft liegen die Umsätze im vergangenen Jahr rund 40 Prozent tiefer als in den Jahren vor der Corona-Pandemie, wie Gastrosuisse weiter mitteilte. Der Branchenverband begrüsst es, dass das Härtefallprogramm wieder hochgefahren werden soll und der Bund jetzt versuche die betroffenen Branchen möglichst rasch und national einheitlich zu entschädigen.

Wichtig sei aber, dass die ungedeckten Kosten nicht nur in diesem Jahr, sondern auch rückwirkend bis zum September 2021 entschädigt würden. Entscheidend werde auch die Umsetzung sein. « Es braucht eine praxistaugliche Lösung », wird Platzer zitiert. Und es bleibe ausserdem zu hoffen, dass der Bundesrat keine weiteren Verschärfungen beschliesse.

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