Freiburger Polizei entlarvt grossen Online-Betrugsring

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Kantonspolizei Freiburg hat nach monatelangen Ermittlungen einen weitreichenden Ring von mehrheitlich jugendlichen Online-Betrügern aufgedeckt. Die Ermittler identifizierten insgesamt 77 beteiligte Personen, wie die Polizei am Dienstag mitteilt.

    Die Kantonspolizei ist in monatelangen Ermittlungen Online-Betrügern auf die Schliche gekommen. Viele davon sind minderjährig. (Symbolbild)
    Die Kantonspolizei ist in monatelangen Ermittlungen Online-Betrügern auf die Schliche gekommen. Viele davon sind minderjährig. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/MONIKA SKOLIMOWSKA

    Fast die Hälfte der Beschuldigten ist minderjährig. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf über 100'000 Franken, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. Bislang seien 68 Personen bei den zuständigen Behörden angezeigt worden.

    Die Jugendlichen wurden demnach über soziale Netzwerke mit dem Versprechen auf schnelle Gewinne rekrutiert. Sie nahmen Pakete an, verkauften Waren weiter oder überwiesen Gelder im Auftrag Dritter.

    Das Vorgehen besteht darin, für betrügerische Bestellungen bei Cyberangriffen gestohlene Bankdaten zu nutzen, wie die Polizei weiter schreibt. Damit wird IT- und Elektronikmaterial bestellt, das anschliessend von Mittelsmännern abgeholt und weiterverkauft wird. Die Gewinne gehen an die Drahtzieher oder sie werden in andere illegale Aktivitäten investiert.

    Der Polizei gelang es, drei mutmassliche Hauptdrahtzieher zu fassen. Es handelt sich um einen 24-jährigen Portugiesen und zwei 23-jährige Schweizer. Diese wohnen ausserhalb des Kantons.

    Insgesamt führte die Polizei 24 Anhaltungen und Hausdurchsuchungen durch und deckte 124 betrügerische Bestellungen auf. Es seien 187 Kreditkarten kompromittiert worden. 118 Inhaber konnte die Polizei identifizieren.

    Im Rahmen der monatelangen Ermittlungen kamen ausserdem schwere Verkehrsdelikte und Verstösse gegen das Waffengesetz ans Licht. Ein 17-jähriger Freiburger raste mit 264 km/h über eine Kantonsstrasse. Erlaubt war eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

    Die Ermittlungen sind gemäss Polizei noch immer im Gang.

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