Filmemacher Beat Oswald erhält den Thurgauer Kulturpreis
Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald aus Frauenfeld erhält den diesjährigen Kulturpreis des Kantons Thurgau. Seine Werke zeichnen sich durch eine poetische und zugleich analytische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen aus, so der Regierungsrat. Dotiert ist die Auszeichnung mit 20'000 Franken.

Beat Oswald arbeitet seit 2010 als freischaffender Filmemacher und hat sich vor allem im Bereich des Dokumentarfilms einen Namen gemacht, wie der Thurgauer Regierungsrat am Freitag in einer Mitteilung schrieb. Ausgezeichnet werde er für seine «reflektierte und poetische Filmsprache» sowie sein Engagement für die Filmvermittlung und Filmkultur im Thurgau. Als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur widmet er sich vor allem gesellschaftlichen Themen.
Der Thurgauer Regierungsrat verweist in seinem Communiqué unter anderem auf den Dokumentarfilm «Golden Age» von 2019. Dieser gewährt einen Einblick in den Alltag einer luxuriösen Seniorenresidenz in Miami. «Der Film thematisiert nebst dem glanzvollen Lebensstil auch Krankheit und Einsamkeit», heisst es in der Mitteilung weiter. «Golden Age» sei unter anderem am Visions du Réel – Festival international de cinéma Nyon sowie an den Solothurner Filmtagen gezeigt und später von Netflix angekauft worden.
Neben seiner filmischen Tätigkeit engagiert sich Beat Oswald «in besonderer Weise» für die Filmkultur und die Filmvermittlung, schreibt der Regierungsrat weiter. Als Initiator der interaktiven Online-Lernplattform Ciné Cité habe er beispielsweise einen innovativen und spielerischen Zugang zur Film- und Kinogeschichte geschaffen.
Der Thurgauer Kulturpreis wird seit 1986 vergeben und ist mit 20'000 Franken dotiert. Ausgezeichnet werden Privatpersonen und Institutionen, die das kulturelle Leben im Kanton in «besonderer Weise» bereichern. Überreicht wird der Preis dieses Jahr am 9. September in Kreuzlingen durch SVP-Regierungsrätin Denise Neuweiler, Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur.
Der diesjährige Preisträger Beat Oswald wurde gemäss Communiqué 1982 in Frauenfeld geboren und wuchs in Aadorf TG auf. Er absolvierte das Lehrerseminar in Kreuzlingen. Ein Austauschjahr in Florida sowie das Studium der Ethnologie und Publizistik an der Universität Zürich hätten seinen Werdegang geprägt.










