Fiese Fake-Handy-Anrufe: Schweiz geht gegen Spoofing vor
Schweizer Handy-Anrufe werden stärker gefiltert: Ab 1. Juli müssen verdächtige Nummern als «unbekannt» erscheinen oder werden blockiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Ab 1. Juli müssen Mobilanrufe als «unbekannt» markiert oder blockiert werden.
- Grund ist Schutz vor Betrug durch gefälschte Schweizer Nummern (Spoofing).
- Vor allem ausländische Callcenter sollen damit besser gestoppt werden.
Der Schutz vor betrügerischem Missbrauch Schweizer Telefonnummern auch im Mobilnetz wird verstärkt: Telekomanbieter müssen ab 1. Juli verdächtige Anrufe als «unbekannt» kennzeichnen oder gar ganz blockieren.
Der Schweizer Konsumentenschutz begrüsst die nun in Umsetzung stehende Massnahme, wie er am Montag mitteilte.

Das Vorgehen gegen den Nummern-Missbrauch, Spoofing genannt, ergänzten die seit November 2025 standardmässig aktivierten Werbeanruf-Filter der Telekomanbieter.
Damit dürften auch die Anrufe von ausländischen Callcentern zurückgehen.
Kennzeichnen oder sogar blockieren
Seit Anfang Jahr müssen Telekomanbieter Festnetznummern bei Verdacht auf betrügerischen Missbrauch als «unbekannt» kennzeichnen. Oder in eindeutigen Fällen ganz blockieren. Dies hat das Bundesamt für Kommunikation veranlasst.
Ab 1. Juli gilt dies nun auch für Mobilnummern, die gemäss Angaben des Konsumentenschutzes besonders oft missbraucht würden.
Spoofing ist eine weit verbreitete Masche von Telefonbetrügerinnen und -betrügern, die oftmals vom Ausland aus agieren. Auf dem Display wird dabei eine Schweizer Telefonnummer vorgetäuscht, etwa die richtige Telefonnummer einer Bank oder gar einer Polizeistation.








