Fäulnis und Verwesungsgeruch im Wilke-Betrieb

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    Deutschland,

    Nach dem Skandal mit den Listerien-verseuchten Wilke-Würsten ist nun ein neuer Bericht aufgetaucht. Im Betrieb gab es Schimmel und Verwesungsgeruch.

    Wilke Wurst Zustände
    Die hygienischen Bedingungen bei Wilke sind ein Gräuel. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Listerien-verseuchte Wilke-Würste sorgten für drei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle.
    • Nun ist ein Bericht von der Task Force Lebensmittelsicherheit aufgetaucht.
    • Darin wird von Schimmel, Verwesungsgeruch und hygienischen Mängeln berichtet.

    Im Wilke-Betrieb jagt ein Skandal den nächsten. Der Wurst- und Fleischhersteller muss die Verantwortung für drei Tote und 37 Krankheitsfälle tragen. Alle diese Menschen hatten sich durch Wilke-Würste Listerien eingefangen.

    Nun zeigt ein Bericht der Task Force Lebenmittelsicherheit, dass die Behörde bereits vor den Ereignissen auf den Fleischhersteller aufmerksam wurde. So kam es am 2. Oktober zu einer Betriebskontrolle des Regierungspräsidiums Darmstadt.

    Lift Gestank Wilke
    Im Aufzug soll es nach Verwesung stinken. - Pixabay

    Bereits dort wurde von hygienischen Mängeln berichtet. So soll es im Aufzug nach Verwesung gestunken haben, da Fleisch- und Wurstwaren offen transportiert wurden. Ausserdem wurde in einem Gewürzlager Schimmel an der Decke festgestellt, wie «Bild» berichtet. Laut Task Force herrschten hier die idealen Bedingungen für eine Listerien-Vermehrung.

    Behörden kritisiert

    Der vertrauliche Bericht der Task Force Lebensmittelsicherheit wurde von der Organisation FoodWatch online gestellt. Diese kritisiert die Behörden, trotz eindeutiger Hinweise nicht früher reagiert zu haben.

    Würste Wilke Skandal
    Bei Wilke jagt ein Skandal den nächsten. - Keystone

    Das Verbraucherschutzministerium verteidigt sich, beim Bericht handle es sich um ein Dokument der Arbeitsgruppe und man habe erst dadurch von den Mängeln erfahren. Ausserdem arbeite man weiter unter Hochdruck an der Aufklärung, so eine Sprecherin. Der Bericht ist nun auch der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden.

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