ETH Zürich

    ETH Zürich im Visier von Trumps Forschungskontrolle

    Fabia Söllner
    Fabia Söllner

    Zürich,

    Die US-Behörden fordern Auskünfte zu einem Projekt der Zürcher ETH mit US-Finanzierung. Der Fragebogen zielt vermutlich auf Klima- und Genderthemen ab.

    Donald Trump
    Donald Trump hat der ETH Zürich einen Fragebogen geschickt. - dpa

    Die ETH Zürich hat einen Fragebogen von US-Behörden erhalten. Er betrifft ein Projekt mit amerikanischer Finanzierung.

    Die Hochschule bestätigte laut «NZZ»: «Die ETH Zürich hat in Bezug auf ein Projekt, für das wir US Federal Funds erhalten haben, einen ‹questionnaire› von der US-Administration erhalten.»

    Der Inhalt des Fragebogens ist vertraulich. Die ETH gibt nur preis: «Es geht hauptsächlich um Fragen zur Einhaltung politischer Vorgaben der neuen US-Regierung.»

    ETH Zürich
    Der ETH Zürich ein Fragebogen geschickt. - zvg

    Ähnliche Fragebögen gingen an US-Universitäten. Sie zielen auf Diversitäts-, Gleichstellungs- und Klimaprojekte ab.

    Kritische Reaktionen in der Schweiz

    FDP-Nationalrätin Simone de Montmollin warnt laut «NZZ»: «In unserem Land herrscht Forschungsfreiheit und das Gebot der gleichen Rechte für alle. Wenn die USA diese beschneiden wollen, können und dürfen wir das nicht akzeptieren.»

    Die grüne Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber sieht darin zudem Trumps Versuch, «seine diktatorische Politik überall durchziehen» zu wollen.

    Findest du, Trump mischt sich durch den Fragebogen zu sehr in die Forschung ein?

    Die ETH will sich mit anderen Schweizer Hochschulen abstimmen. «Wir prüfen aktuell in Absprache mit anderen Schweizer Hochschulen, wie wir auf den Fragebogen reagieren sollen», erklärt die ETH.

    Donald Trump: Mögliche Folgen für die Forschung

    Die ETH Zürich erhält jährlich durchschnittlich 2,5 Millionen Franken US-Fördergelder. Auch andere Schweizer Universitäten profitieren von US-Geldern.

    Die Konsequenzen einer Antwortverweigerung sind unklar. Im schlimmsten Fall könnten Gelder gestoppt und Projekte gefährdet werden.

    Paradoxerweise könnte die Schweizer Forschung profitieren. Die ETH Lausanne berichtet: «Wir stellen im Moment ein gestiegenes Interesse seitens Forschender aus den USA fest.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5783 (nicht angemeldet)

    Wir brauchen die US Gelder nicht. Schmeisst Trump raus!

    User #2180 (nicht angemeldet)

    Also wenn die mit US Steuergeldern finanziert werden dann möchte ich als Amerikaner auch wissen wie das Geld verwendet bzw. verschleudert wird.

    Weiterlesen

    Somalia Lager Donald Trump
    197 Interaktionen
    Vor allem bei Frauen
    5 Interaktionen
    NOAA und Nasa
    US-Präsident Trump
    44 Interaktionen
    In Rede
    Leapmotor B03X
    179 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR ETH ZüRICH

    5 Interaktionen
    In Europa
    8 Interaktionen
    Kostet 310 Millionen
    ETH Zürich
    16 Interaktionen
    Einen Platz verloren
    1 Interaktionen
    Zürich

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    GC Lausanne-Sport
    7 Interaktionen
    Not gegen Elend
    3 Interaktionen
    Zürich
    sdf
    2 Interaktionen
    Zürich