Erwartung an Rentenhöhe sinkt auf neuen Tiefststand

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Einer Axa-Umfrage zufolge erwarten die Menschen eine viel tiefere Renten als noch in früheren Jahren. Die Meisten rechnen mit nur rund 53 Prozent ihres Lohnes.

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    Die Erwartung an die Rentenhöhe sinkt auf einen neuen Tiefstand. - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Rentenerwartung sinkt auf einen neuen Tiefstand.
    • Einer Axa-Umfrage zufolge erwarten die meisten nur rund 53 Prozent ihres letzten Lohnes.
    • Dafür steige das Interesse und somit auch die Bedeutung der Pensionskasse.

    Immer mehr Menschen rechnen damit, nach der Pensionierung den Gürtel enger schnallen zu müssen. Erwartet werden als Rente von AHV und Pensionskasse durchschnittlich noch gut die Hälfte des zuletzt erzielten Einkommens.

    Zu diesem Schluss kommt der «Ruhestandsmonitor» von Axa Investment Manager, für den rund 1200 Personen befragt wurden. «Die Erwartungen an die finanziellen Leistungen aus der ersten und zweiten Säule sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.» Das erklärte Werner Rutsch, Mitglied der Geschäftsleitung bei Axa Investment Managers Schweiz, an einer Medienkonferenz am Dienstag. Dieser Trend habe nun zu einem neuen Tiefstwert geführt.

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    Seniorinnen und Senioren sitzen auf einer Bank. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Dies sei einerseits auf sinkende Umwandlungssätze und das Bewusstsein für die strukturellen Probleme der Pensionskassen zurückzuführen: «Andererseits dürfte das schwierige wirtschaftliche und politische Umfeld zum Zeitpunkt der Umfrage die Stimmung noch zusätzlich getrübt haben», so Rutsch.

    Konkret rechnen die Befragten mit einer Rente aus AHV und Pensionskasse von durchschnittlich rund 53 Prozent des letzten Lohnes. Im Jahr 2014 habe dieser Wert noch bei 65 Prozent gelegen, führte Rutsch aus.

    Pensionskasse gewinnt an Bedeutung

    Grundsätzlich nehme das Interesse an der Auseinandersetzung mit der eigenen Rente indes wieder zu. «Was aber auch teilweise an den bevorstehenden Abstimmungen liegen dürfte», betonte Rutsch. Generell zeigten die Ergebnisse der Umfrage aber auch, dass die Institution Pensionskasse wieder an Bedeutung gewinne.

    Legomännchen auf Geldnoten.
    Pensionskasse ist ein wesentlicher Bestandteil deines Einkommens, leider wird dieser Teil immer noch massiv unterschätzt. - zVg

    «So gewichten Leute beim Jobwechsel die Leistungen der Pensionskassen höher als die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten», das sagte Rutsch. Zudem stünden viele Menschen wieder vermehrt im Kontakt mit ihren Vorsorgeorganisationen, sei es per Telefon oder im Internet.

    In Sachen Kommunikation mit den Versicherten besteht nach Ansicht von Rutsch aber noch Aufholbedarf: «Denn fast die Hälfte, darunter viele Ältere, gab an, noch nie in Kontakt mit ihrer Pensionskasse getreten zu sein.»

    Immerhin: Mittlerweile hätten 45 Prozent der Befragten angegeben, dass sie den Versicherungsausweis «ausführlich» studieren würden. 2017 lag dieser Wert noch bei 36 Prozent.

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