Erfolgreicher Aktionsplan für den Doubs wird weitergeführt
Das Bundesamt für Umwelt zieht eine positive Bilanz zum nationalen Aktionsplan für den Doubs. Dieser wird bis 2030 weitergeführt, allerdings ohne Projekt zur Erhaltung der quasi verschwundenen Fischart des Apron.

Von den 51 Massnahmen zur ökologischen Verbesserung des Zustands des Doubs sind 34 abgeschlossen und 9 in Umsetzung, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Mittwoch mitteilte. Am Aktionsplan beteiligt sind neben dem Bundesamt die betroffenen Kantone Neuenburg und Jura, Naturschutzorganisationen und der Regionale Naturpark Doubs.
Positive Auswirkungen zeitigten gemäss Communiqué vor allem Anpassungen bei der Wasserkraftnutzung und die Revitalisierung von Nebenflüssen. Unter anderem leide der Doubs nicht mehr unter dem sogenannten Schwall-Sunk, also den Abflussschwankungen bei Speicherkraftwerken.
Die Eliminierung der Mikroverunreinigung in den Abwasserreinigungsanlagen La Chaux-de-Fonds und in der geplanten neuen Anlage Le Locle würde weitere Verbesserungen nach sich ziehen, heisst es.
Weil noch nicht alle Massnahmen abgeschlossen seien, hätten das Bafu sowie die Kantone Neuenburg und Jura beschlossen, den Aktionsplan bis 2030 weiter zu führen. Nicht im Plan aufgeführt sind Massnahmen zur Rettung der Population des streng geschützten Apron. Die Erfolgsaussichten seien gering, was den hohen Aufwand nicht rechtfertige, schreibt das Bafu.
Der Bericht zum Stand des Aktionsplans wurde Ende 2025 erstellt. Er beinhaltet also die Auswirkungen der extremen Trockenheitsperioden im laufenden Jahr noch nicht. Diese hatten im August unter anderem zur Folge, dass der Lac des Brenets im Tal des Doubs völlig austrocknete.






