Energiekrise

    Elcom-Präsident steht rückblickend zu Warnungen vor Strommangel

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Elcom-Präsident Werner Luginbühl warnt vor Strommangel trotz milden Winters und hoher Niederschläge.

    Werner Luginbühl steht zu den Einschätzungen vom Herbst 2022: «Die Situation war sehr bedrohlich», sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung». (Archivbild)
    Werner Luginbühl steht zu den Einschätzungen vom Herbst 2022: «Die Situation war sehr bedrohlich», sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung». (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MARCEL BIERI

    Elcom-Präsident Werner Luginbühl hat rückblickend die Warnungen einer Mangellage bei Strom bekräftigt. Der befürchtete Engpass ist in erster Linie wegen des Wetters nicht eingetreten, wie Luginbühl am Donnerstag in einem Interview sagte. Im Herbst 2022 habe es viel geregnet und der Winter sei ungewöhnlich mild gewesen.

    «Nur darum sind wir mit einem blauen Auge davongekommen», sagte der Präsident der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) in einem am Donnerstag publizierten Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Die Situation sei sehr bedrohlich gewesen. «Es ist immer einfach, Entscheide im Nachhinein zu kritisieren», sagte Luginbühl von der Zeitung auf einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts von letzter Woche angesprochen.

    Keine Entwarnung trotz positiver Bilanz

    Der Bundesrat hätte demnach keine Betriebsverordnung für das Reservekraftwerk in Birr AG erlassen dürfen, das die Schweiz bei einem Engpass mit elektrischer Energie versorgen sollte. Die Kritik der Richter richte sich vor allem darauf, dass die Vorinstanz zu wenig detailliert dargelegt habe, weshalb es ein Reservekraftwerk brauche, sagte Luginbühl. Auch dieses Jahr habe es einen milden Winter mit überdurchschnittlichen Niederschlägen gegeben, sagte der Elcom-Präsident.

    Zudem hätten Kernkraftwerke so viel Strom wie seit Jahren nicht mehr produziert. Dies habe zu einer leicht positiven Bilanz im Strom-Aussenhandel geführt. Von einer Entwarnung wollte er vor gut einem Monat aber nicht sprechen. Um auch im nächsten Winter 2024/25 für Unvorhergesehenes gewappnet zu sein, müssten die eingeleiteten Massnahmen weitergeführt werden, sagte der Elcom-Präsident Mitte Januar am Schweizerischen Stromkongress in Bern.

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