Einstellung des «SonntagsBlicks» gefährdet Presto-Stellen
Die Einstellung des «SonntagsBlicks» durch Ringier hat Konsequenzen für Hunderte von Zustellenden. Bei der Post-Tochter Presto sollen über 60 Stellen abgebaut und bei fast 500 Angestellten die Pensen reduziert werden, wie die Gewerkschaft Syndicom am Donnerstag mitteilte.
Die Gewerkschaft kritisierte den Entscheid des Medienhauses scharf. «Ringier trägt auch Verantwortung für die rund 1850 Zustellenden von Presto, welche die Sonntagspresse verteilen», hiess es. Das Unternehmen könne die sozialen Folgen nicht einfach auf die Auftragnehmerin abschieben.
Konkret sollen bei der Post-Tochter Presto über 60 Mitarbeitende ihre Stelle verlieren. Für fast 500 weitere Angestellte seien reduzierte Arbeitsstunden geplant. Viele der Zustellenden seien auf den Zusatzverdienst am Sonntag angewiesen, weil ihre Rente nicht ausreiche.
Syndicom forderte Ringier auf, sich substanziell an einem allfälligen Sozialplan zu beteiligen. Gemeinsam mit dem Post-Konzern als Besitzer von Presto müssten Entlassungen verhindert werden. Falls dies nicht möglich sei, brauche es gute Sozialpläne und einen Fonds für Härtefälle.
Die Einstellung des «SonntagsBlicks» stelle auch einen Einschnitt in die Schweizer Medienlandschaft dar. Für die Redaktion sowie die Mitarbeitenden in Produktion und Druck bedeute der Entscheid grosse Unsicherheit.






