Einsprachen gegen Umsiedlungsprojekt in Brienz GR eingegangen
Gegen das Umsiedlungsprojekt für abwanderungswillige Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Brienz GR sind zehn Einsprachen eingegangen. Am 10. Juli hatte die Gemeindeversammlung von Albula einen Bruttokredit von 82,5 Millionen Franken bewilligt.

Gemeindepräsident Daniel Albertin (Mitte) bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung aus dem «SonntagsBlick». Die Einsprachen seien beim Kanton Graubünden eingegangen und würden dort bearbeitet.
Die Gefahrensituation im vom Bergsturz bedrohten Dorf Brienz hat sich seit der Einrichtung eines Entwässerungstunnels entspannt. Ein Teil der rund 90 Bewohnerinnen und Bewohner ist zurückgekehrt. In 42 Fällen ist indes ein Gesuch für eine Umsiedlung eingegangen.
Diese abwanderungswilligen Bewohnerinnen und Bewohner sollen mit den 82,5 Millionen Franken dabei unterstützt werden. Der Löwenanteil der Summe geht auf Kosten des Kantons und des Bundes.
In den zehn Einsprachen wird gemäss «SonntagsBlick» unter anderem der Entschädigungsschlüssel infrage gestellt. Moniert werde, dass die Entschädigungen pauschal berechnet worden seien, obwohl es im Einzelfall in Bezug auf die Lage und den Zustand der Liegenschaften grosse Unterschiede gebe.
Die Einsprachen liegen nun in den Händen des Kantons, der darüber entscheiden wird.






