E-Zigaretten

    E-Zigaretten: Weltgesundheitsorganisation warnt vor Gebrauch

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Die WHO warnt vor E-Zigaretten. Sie würden das Risiko erhöhen, dass minderjährige Nutzer später mit dem Rauchen anfangen würden.

    E-Zigaretten sehen hübsch aus und haben interessante Geschmacksrichtungen. Die WHO warnt aber inständig davor: Tabak-Hersteller würden mit Geschmacksnoten wie Gummibärchen oder Zuckerwatte gezielt Kinder zum (späteren) normalen Nikotinkonsum verführen (Symbolbild).
    E-Zigaretten sehen hübsch aus und haben interessante Geschmacksrichtungen. Die WHO warnt aber inständig davor: Tabak-Hersteller würden mit Geschmacksnoten wie Gummibärchen oder Zuckerwatte gezielt Kinder zum (späteren) normalen Nikotinkonsum verführen (Symbolbild). - sda - Keystone/PHOTOPRESS/WALTER BIERI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor dem Gebrauch von E-Zigaretten.
    • Elektronische Verdampfer würden oft mit Geschmacksnoten gezielt an Kinder vermarktet.

    E-Zigaretten werden als Alternative zu Zigaretten vermarktet und gelten mit schicker Aufmachung und coolen Geschmacksrichtungen als trendig. Die Weltgesundheitsorganisation warnt aber davor: E-Zigaretten erhöhten das Risiko, dass minderjährige Nutzer später rauchen.

    Elektronische Verdampfer würden oft mit ihren Geschmacksnoten gezielt an Kinder vermarktet.

    E-Zigarette
    Ein Mann dampft eine E-Zigarette. - dpa

    Und minderjährige Nutzer griffen später zwei- bis dreimal häufiger zur herkömmlichen Zigarette als andere Jugendliche, heisst es im 8. Bericht über die Tabak-Epidemie, den die WHO am Dienstag veröffentlichte.

    15 Milliarden Dollar Umsatz

    Die WHO definiert E-Zigaretten als Geräte, in denen Flüssigkeiten erhitzt werden. Die entstehenden Aerosole werden inhaliert. Sie enthalten oft Geschmacksstoffe wie «Lakritz», «Gummibärchen» oder «Zuckerwatte», Chemikalien, die schädlich sein können, und teils Nikotin, aber keinen Tabak. Anders funktionieren Tabakerhitzer als Alternative zu Zigaretten, bei denen Tabak erhitzt und nicht verbrannt wird.

    In der EU werden nach Angaben der WHO tausende verschiedene Marken von E-Zigaretten- und -Liquids (Flüssigkeiten) vertrieben. Der globale Umsatz sei zwischen 2014 und 2019 von rund 2,8 Milliarden Dollar auf 15 Milliarden Dollar gestiegen.

    e-zigaretten
    Die WHO warnt vor E-Zigaretten. (Symbolbild) - dpa

    Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten seien noch nicht erforscht. «Aber es zeichnet sich zunehmend ab, dass diese Produkte nicht harmlos sind», so die WHO. Manche Liquids enthielten doppelt so viel Nikotin wie herkömmliche Zigaretten. In Studien seien bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Lungenprobleme nachgewiesen worden.

    E-Zigaretten keine gute Alternative zum Rauchen

    Selbst in angeblich nikotinfreien Produkten finde sich das Suchtmittel oft, sagte WHO-Tabak-Experte Rüdiger Krech. Für die Verbraucher sei es schwierig, Produkte mit und ohne Nikotin zu unterscheiden. «Das ist nur eine Methode, wie die Industrie die Tabak-Kontrollmassnahmen unterläuft.»

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    WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. (Archivbild) - Keystone

    Die WHO warnt vor Avancen der Hersteller, die versuchen, für ihre Produkte Ausnahmen von lang etablierten Rauchverboten zu erreichen. Sie versuchten dadurch, das Rauchen wieder salonfähig zu machen. Auch Tabakerhitzer seien keine gute Alternative zum Rauchen. Jeder Tabakkonsum sei schädlich.

    «Elektronische Nikotingeräte müssen besser reguliert werden», verlangte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. «Wo sie nicht verboten würden, sollten Behörden Kinder, Jugendliche und andere Zielgruppen besser vor den Schäden durch solche Geräte schützen.»

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