E-Autos als Solar-Stromspeicher: Methode ist oft wenig bekannt

Keystone-SDA
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Bern,

Elektroautos können Solarstrom auch speichern und beispielsweise an ein Wohnhaus wieder abgeben. Die Bekanntheit dieser Methode des bidirektionalen Ladens gewinnt an Beliebtheit. Hohe Kosten und technische Hürden bremsen aber eine breitere Anwendung.

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Elektrofahrzeuge können auch als Stromspreicher genutzt werden. - keystone

Bidirektionales Laden ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom in Elektroautos zu speichern und bei Bedarf wieder an das Haus oder das Netz abzugeben. Die Einstellung dazu habe sich positiv entwickelt, hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Die Bekanntheit des Konzepts ist indes noch gering. 27 Prozent der Befragten kannten den Begriff, was einem Anstieg von vier Prozentpunkten gegenüber 2025 entspricht.

Deutlich vertrauter mit der Technologie waren Personen, die bereits ein Elektroauto besitzen (65 Prozent) oder eine Solaranlage haben oder planen (43 Prozent). Männer sowie Personen mit höherer Bildung und höherem Einkommen waren ebenfalls überdurchschnittlich gut informiert.

Die Anwendungsmöglichkeit, den Fahrzeug-Akku als Stromspeicher für das eigene Haus zu nutzen (Vehicle-to-Home), kannten 39 Prozent. Die Rückspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz (Vehicle-to-Grid) war nur 20 Prozent ein Begriff.

Trotz des geringen Wissensstands stösst die Technologie auf wachsende Zustimmung. 42 Prozent der Befragten gefiel die Idee des bidirektionalen Ladens sehr gut. Als zukunftsfähig bewerteten die Technologie 46 Prozent der Teilnehmenden. Nahezu sechs von zehn E-Auto-Fahrern sehen laut YouGov im bidirektionalen Laden eine zukunftsweisende Technologie. Für 31 Prozent der Befragten macht die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens Elektroautos attraktiver.

Die Bereitschaft zur tatsächlichen Nutzung blieb laut der Umfrage jedoch verhalten. Nur rund ein Drittel der Befragten gab an, die Technologie selbst nutzen zu wollen. Unter Besitzern von E-Autos oder Solaranlagen war es rund die Hälfte.

Als entscheidende Hürde erwiesen sich die Investitionskosten. Den Preis von rund 8000 Franken für eine entsprechende Ladestation inklusive Installation empfanden nur 26 Prozent der Befragten als angemessen. Zudem befinde sich der Markt noch in der Entwicklung. Nicht alle E-Autos unterstützten die Technologie und es existierten unterschiedliche technische Standards.

Für die repräsentative Erhebung befragte das Institut im Frühjahr 2026 insgesamt 1055 Personen und verglich die Resultate mit einer Umfrage aus dem Vorjahr.

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