Nidwalden

Durchgangsbahnhof: Landrat will mit Standesinitiative Dampf machen

Keystone-SDA Regional
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Nidwalden,

Der Nidwaldner Landrat unterstützt einstimmig die Finanzierung des Durchgangsbahnhofs Luzern, der bis 2040 eröffnet werden soll.

Durchgangsbahnhof
Der Landrat ist überzeugt, dass der Durchgangsbahnhof in Luzern als Gesamtprojekt und nicht in Etappen realisiert werden soll. - KEYSTONE/Urs Flueeler

Der Durchgangsbahnhof Luzern soll mit dem nächsten Ausbauschritt finanziert werden, damit er spätestens 2040 eröffnet wird.

Dies fordert eine Standesinitiative, hinter die sich der Nidwaldner Landrat am Mittwoch einstimmig gestellt hat. Diese Einstimmigkeit im Rat sei ein wichtiges Zeichen, sagte Baudirektion Therese Rotzer-Mathyer (Mitte).

Auch die Regierung unterstütze das Anliegen der Motion vorbehaltlos. Für die Zentralschweiz sei das Jahrhundertbauwerk einzigartig. Die Standesinitiative stiess die Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (BUL) mit einer Motion an.

GLP wahlen nidwalden
Therese Rotzer (Mitte). - sda - KEYSTONE/PATRICK HUERLIMANN

Die BUL ist die für den öffentlichen Verkehr und die Bahninfrastruktur zuständige Fachkommission, in der auch sämtliche Landratsfraktionen vertreten sind. Der geplante Durchgangsbahnhof Luzern sei ein Quantensprung für den öffentlichen Verkehr in der Zentralschweiz, heisst es in der Motion.

Jahrhundertprojekt abhängig von Bundesentscheiden

Die Realisierung des Jahrhundertprojekts sei abhängig von Entscheiden beim Bund. Dies zeige sich exemplarisch an den aufkeimenden Diskussionen über eine allfällige Etappierung der Realisierung. Eine solche wäre jedoch ein «herber Rückschlag» für die Weiterentwicklung der S-Bahn, heisst es in der Motion.

Deshalb muss der Durchgangsbahnhof nach Ansicht der Kommission als Gesamtprojekt realisiert werden. Ein neuer unterirdischer Sackbahnhof sei keine Lösung. Wichtig sei auch das geeinte Auftreten der Kantone Luzern und Obwalden, in denen ebenfalls gleichlautende Vorstösse vorlägen.

Ein Befreiungsschlag für den öffentlichen Verkehr

Damit könne die Wichtigkeit des Durchgangsbahnhofs noch stärker betont werden, sagte Kommissionspräsident Armin Odermatt. Der Durchgangsbahnhof sei ein Befreiungsschlag für den öffentlichen Verkehr, sagte FDP-Sprecher Remo Zberg.

Er bringe direktere und schnellere Verbindungen in alle Regionen der Schweiz und sei für ein dichtes S-Bahn-Netz ein «Schlüsselelement». Um das Strassennetz zu entlasten, sei es wichtig, dass mehr Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen.

Der Durchgangsbahnhof behebe den Engpass im Bahnknoten Bahnhof Luzern rund schaffe wichtige Kapazitäten, sagte Josef Bucher im Namen der Mitte-Fraktion. Auch er bezeichnete den Durchgangsbahnhof als «Schlüsselprojekt».

Ein starkes Zeichen nach Bern

Andreas Suter (SVP) sagte, der neue Bahnhof sei wichtiger als alle anderen Infrastrukturprojekte. Der Landrat solle sich möglichst geschlossen hinter die Motion stellen, damit man in Bern merke, wie die Zentralschweiz zusammenstehe.

Matthias Christen
Matthias Christen, GLP Kanton Nidwalden. - KEYSTONE/Patrick Huerlimann

Der Durchgangsbahnhof würde nicht nur den Ausbau der Zentralbahn sondern ein weit grösserer Nutzen bringen, sagte GLP-Sprecher Matthias Christen. Der Verkehr müsse auf die Schiene verlagert werden. «Aber eigentlich bräuchten wir den Bahnhof ja jetzt schon», sagte er.

Mit dem geschlossenen Ja zur Standesinitiative sende der Landrat ein «starkes Zeichen» nach Bern. Eine gute Bahninfrastruktur sei ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, sagte schliesslich Daniel Niederberger (Grüne-SP). Es sei auch wichtig, dass Luzern nicht den Anschluss an die anderen Regionen verliere.

Kommentare

User #2294 (nicht angemeldet)

eine Vorfinazierung von Kantonsanleihenmit Gemeinden und Volkbezüger wäre ja sinnvoller als ewig auf die 7 Zwerge in Bern zu warten. denn in Luzern spiel die Musik.

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