Deckenprobleme sind Grund für Alpamare-Sperrung

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

March-Höfe,

Die Rutschbahnen im Alpamare in Pfäffikon SZ bleiben seit über zwei Wochen geschlossen. Grund sind Abplatzungen in der Betondecke, die repariert werden müssen.

Alpamare
Seit über zwei Wochen waren die Rutschbahnen im Alpamare geschlossen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Alpamare-Rutschbahnen sind seit zwei Wochen geschlossen – wegen Deckenproblemen.
  • Material löste sich von der Betondecke, Reparaturen sind im Gange.
  • Die Sicherheit war nicht gefährdet, die Rutschen bald wieder in Betrieb.

Seit über zwei Wochen sind die Rutschbahnen im Freizeitpark Alpamare in Pfäffikon SZ geschlossen.

«Aufgrund einer technischen Störung bleiben die Rutschbahnen derzeit geschlossen», hiess es zunächst.

Am Freitag berichtete das Onlineportal «Inside Paradeplatz» unter Berufung auf einen Insider von konkreten Schäden: Im Alpamare seien korrodierte Bewehrungsstähle in der Gebäudedecke festgestellt worden.

Alpamare
Die Rutschbahnen im Alpamare sind «aufgrund einer technischen Störung» zu. - Screenshot

Zudem habe sich stellenweise Material von der Decke gelöst, was zu sogenannten Abplatzungen im Beton führte.

Material löste sich von Betondecke

Nach Erscheinen des Berichts bestätigte das Alpamare gegenüber dem Portal: «Es waren etwa 100 Gramm Material, welches die Betondecke verlassen hat. Dabei handelt es sich um eine so genannte Abplatzung von Oberflächenschichten.»

Solche Abplatzungen könnten durch Feuchtigkeit oder Korrosion am Beton oder Mauerwerk entstehen. In der Vergangenheit sei dies «öfters» vorgekommen.

Die betroffenen Stellen seien repariert oder mit Korrosionsschutz behandelt worden, teilt das Alpamare mit.

Rutschen sind «einwandfrei intakt»

Auf Nachfrage von Nau.ch bestätigt der Park Probleme mit der Decke. «Die empfohlene Schliessung betraf leider den Zugang zu den Wasserrutschen, aber nicht die Rutschen selbst.»

Die Bahnen seien «einwandfrei intakt». Erst im vergangenen November seien sie einer Qualitätsprüfung unterzogen worden.

Zehn der zwölf Rutschbahnen sollen daher bald wieder öffnen. «Um auch künftig die Personensicherheit nicht zu gefährden, wurden klar definierte Aufenthaltsbereiche für die Gäste festgelegt.»

So könne der Grossteil der Anlage weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Die letzten zwei Rutschen sollen ebenfalls bald in Betrieb gehen.

Alpamare: «Bestand keine Einsturzgefahr»

Die Sicherheit der Gäste und der Mitarbeitenden habe «höchste Priorität». «Wir dementieren entschieden, dass eine Einsturzgefahr bestand. Die grossräumige Schliessung war vorsorglich und um die Untersuchungen sehr genau durchzuführen.»

Dank der Prüfungen durch das Ingenieurbüro sei die Tragfähigkeit des Gebäudes «keinesfalls beeinträchtigt».

Wann warst du das letzte Mal im Alpamare.

Lediglich die Attraktivität habe aufgrund der Alterung etwas gelitten.

Der Effekt der Abnützung sei mit weniger als einem Prozent minimal. «Die Einrichtungen des Alpamare werden regelmässig renoviert.»

Und weiter: «Die festgestellten geringen Schäden werden nun dazu genutzt, die nächsten Renovationen in diesem Bereich durchzuführen.»

Kommentare

User #1583 (nicht angemeldet)

…Decken „sichergeredet“, bei BLS werden Glasscheiben auch „sichergerechnet“…!!

User #4301 (nicht angemeldet)

Ich habe 3 Jahre für das Alpamare gearbeitet. Die Probleme kamen, als die Spanier (aspro gruppe) übernahmen. Sie ziehen so viel Geld aus dem Bad, wie es nur geht. Nicht nur die Decke ist ein Problem aber die Gäste hat das nie interessiert. Sie wollen Spass und wenn dann doch etwas passiert, dann ist es eben so. Das Bad müsste kernsaniert werden aber das Geld ist nicht vorhanden.

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