Graubünden

    Jetzt sollen Jäger zu zweit auf Wolfsjagd – das sagt Graubünden

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    Chur,

    Nach Fehlabschüssen bei der Wolfsjagd fordert die Gruppe Wolf Schweiz ein Vier-Augen-Prinzip. Der Bündner Jagdinspektor zeigt sich offen für den Vorschlag.

    Wolf Wolfsjagd
    Über das Thema Wolfsjagd wird in der Schweiz viel diskutiert. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neue Regeln sollen weitere Fehlabschüsse bei der Wolfsjagd vermeiden.
    • Die Gruppe Wolf Schweiz fordert daher ein Vier-Augen-Prinzip.
    • Der Bündner Jagdinspektor findet den Vorschlag prüfenswert.

    In der Schweiz kam es bei der Wolfsjagd zu mehreren Fehlabschüssen. Zuletzt erschoss ein Wildhüter in Graubünden drei Luchse statt Wölfe. Und im Wallis wurden Wölfe aus nicht zum Abschuss freigegebenen Rudeln erlegt. Vor einem Jahr erwischte sogar ein Walliser Jäger einen Herdenschutzhund.

    Sollen in der Schweiz Wölfe geschossen werden dürfen?

    David Gerke, Geschäftsführer der Gruppe Wolf Schweiz, sieht den hohen politischen Druck als Ursache für diese Fehler. Er fordert deshalb bei «SRF», dass die Wildhut künftig zu zweit auf Wolfsjagd gehen soll.

    Das Vier-Augen-Prinzip soll eine bessere Überprüfung ermöglichen. Die Wolfsjagd findet oft nachts statt, was die Identifikation der Tiere erschwert. Selbst mit Wärmebildkameras können Fehler passieren.

    «Zu zweit unterwegs zu sein, ist immer gut»

    Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden bedauert, dass einer der Wildhüter fälschlicherweise Luchse abgeschossen hat.

    Adrian Arquint, Bündner Jagdinspektor, sagt bei «SRF»: «Dieser Vorfall muss jetzt im Detail geklärt werden, um daraus Schlüsse zu ziehen, die vielleicht auch für die zukünftige Wolfsregulation von Vorteil sind.»

    Arquint findet den Vorschlag von Naturschützer Gerke prüfenswert: «Zu zweit unterwegs zu sein, ist immer gut.» Er betont jedoch, dass die Umsetzung von den verfügbaren Personalressourcen abhängt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5304 (nicht angemeldet)

    Kommt aufs sSelbe raus: 1 Luchs frisst /Woche ein Reh. Wildbretkulinariker haben das Nachsehen. Vegetarier kümmert das nicht, also warum soll es Luchs-Regulierer kümmern!!

    User #2141 (nicht angemeldet)

    Nach dem Luchs, Wolf usw wollen wir jetzt auch den Jap. Holzbockkäfer, Asiatische Hornisse, Palmenkäfer, Tigermücken. Schliesslich waren die alle vor dem Homosapien anwesend. C'est la nature.

    Weiterlesen

    luchse
    179 Interaktionen
    In Graubünden
    Wallis Wildhüter Herdenschutzhund Wolf
    1'145 Interaktionen
    «Fahrlässig»
    wolf kanton st. gallen
    7 Interaktionen
    Aus dem Schilt-Rudel

    MEHR AUS GRAUBüNDEN

    Chur GR
    Chur GR
    HC Davos
    2 Interaktionen
    Nach Overtime
    Maienfeld GR
    Maienfeld GR
    HC Davos
    1 Interaktionen
    Zadina-Shorthander