Das Skigebiet Fideriser Heuberge setzt als erstes der Schweiz in den kommenden Monaten auf eine Covid-Zertifikatspflicht.
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Viele Gäste in den Fideriser Heubergen übernachten gleich im Skigebiet. Nächsten Winter geht das nur mit Covid-Zertifikat. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ARNO BALZARINI

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Skigebiet Fideriser Heuberge gilt für die Wintersaison eine Covid-Zertifikatspflicht.
  • Auch in den Hotels und den Restaurants muss ein Zertifikat vorgewiesen werden.
  • Eine Schliessung des Gebiets soll damit «unbedingt vermeiden» werden.

Die Fideriser Heuberge beschliessen als erstes Bündner und wohl auch als erstes Schweizer Skigebiet eine Covid-Zertifikatspflicht für die Wintersaison. Die Zertifikate werden für alle Aktivitäten und Betriebe im gesamten Skigebiet verlangt.

Die Pflicht, sich als «genesen, geimpft oder getestet» auszuweisen, wird auch auf der bekannten Schlittelbahn und in Zubringerbussen gelten. Das teilt das Skigebiet Fideriser Heuberge am Dienstag mit. Ebenfalls in Hotels und Restaurants gibt es nur mit Zertifikat Einlass.

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Das Gebiet der Fideriser Heuberge, aufgenommen am Mittwoch, 11. Januar 2012. - Keystone

Mit nur drei Skiliften ist das Skigebiet im Prättigau zwar sehr überschaubar. Im Unterschied zu den meisten Schneesportdestinationen gehe der Betrieb nach Pistenschluss aber mitten im Skigebiet weiter. Das vermelden Verwaltungsrat und Geschäftsleitung in der Mitteilung.

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Schliessung «unbedingt vermeiden»

Bis zu 270 Gäste übernachten in drei Berghäusern zwischen den Pisten, andere bleiben dort zum Abendessen. Das Gebiet setzt stark auf Schullager und Vereine. Auch die Beherbergung der Mitarbeitenden findet auf dem Berg statt.

Das Skigebiet will mit der Zertifikatspflicht eine Schliessung des Betriebes «unbedingt vermeiden». Zudem möchte es einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten – und zwar durchaus aus Eigennutz. Es sei im Interesse des Betriebes, erneute Schliessungen und Restriktionen wegen eines überlasteten Gesundheitssystems zu vermeiden, hiess es.

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