Schwyz

    Bund plant auf Campingareal in Arth SZ ein Asylzentrum

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    Schwyz,

    Bund, Kanton und Gemeinde planen ein Bundesasylzentrum auf einem ehemaligen Campingplatz in Arth SZ.

    Der Eingang zur Gemeindeverwaltung Arth im Kanton Schwyz.
    Der Eingang zur Gemeindeverwaltung Arth im Kanton Schwyz. - Nau.ch / Simone Imhof

    Auf einem Campingplatz in Arth SZ soll ein Bundesasylzentrum für bis zu 170 Personen realisiert werden. Der Bund, der Kanton und die Gemeinde haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Gemäss einer Mitteilung des Staatssekretariats für Migration (SEM) vom Mittwoch dürfte die Planung und Realisierung des Zentrums auf dem Areal des heutigen Campingplatzes Buosingen mindestens sechs Jahre dauern.

    Der Kauf des Areals wurde möglich, weil die Eigentümer den Campingbetrieb einstellen. Das SEM hatte ursprünglich in Wintersried in der Gemeinde Schwyz ein Bundesasylzentrum mit 340 Plätzen errichten wollen, stiess mit diesen Plänen aber auf erbitterten Widerstand. Dieser Standort ist nun vom Tisch.

    Neuer Standort nach Protesten

    Im Sachplan Asyl solle der Standort Wintersried durch Buosingen ersetzt werden, teilte das SEM mit. Im Sachplanverfahren könnten sich Bundesämter, der Kanton sowie die Gemeinde und die Bevölkerung zum Standort äussern, teilte das SEM mit. Im Plangenehmigungsverfahren finde auch eine öffentliche Auflage in der Standortgemeinde statt.

    Die Mitwirkungsrechte und das Beschwerderecht der Bevölkerung würden gewährleistet. Im geplanten Zentrum sollen Asylbewerber wohnen, die weggewiesen werden. Die Asylregion Zentralschweiz/Tessin muss dem Bund total 340 solche Plätze bereitstellen.

    Zusätzliches Zentrum benötigt

    Weil das geplante Zentrum Buosingen in Arth nur 170 Plätze haben wird, ist noch ein zweites Zentrum nötig. Ein möglicher Standort in einem anderen Zentralschweizer Kanton sei in Prüfung, teilte das SEM mit. Das geplante Zentrum wird durch den Bund geführt werden.

    Die Gemeinde Goldau und der Kanton Schwyz werden aber als Kompensation weniger Flüchtlinge zugewiesen erhalten. Die Gemeinde Arth werde in Jahren mit durchschnittlichen Asylzahlen kaum mehr Asylsuchende aufnehmen müssen, hiess es in der Mitteilung.

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