Hells Angels

    Bern: Hells Angels und Bandidos schweigen vor Gericht

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    Bern,

    Acht Mitglieder der Hells Angels und Bandidos stehen vor dem Berner Obergericht. Der Berufungsprozess startet mit knappen Antworten und Erinnerungslücken.

    Hells Angels Bandidos Rockerprozess
    Mitglieder der verfeindeten Motorradclubs Hells Angels und Bandidos stehen in Bern vor Gericht. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mitglieder der Rockergruppen Hells Angels und Bandidos stehen in Bern erneut vor Gericht.
    • 2019 kam es in Belp BE zu einem gewalttätigen Konflikt zwischen den rivalisierenden Clubs.
    • Gegen Urteile aus dem Jahr 2022 haben acht Männer Berufung eingelegt.
    • Die Beschuldigten zeigen sich vor Gericht wortkarg oder erinnern sich angeblich nicht.

    Am Montag begann vor dem Obergericht Bern ein Berufungsprozess gegen acht Rocker. Vor dem Amtshaus patrouillierte die Polizei. Wie SRF berichtet, blieb es dabei durchweg ruhig.

    Die Verhandlung betrifft eine blutige Auseinandersetzung aus dem Jahr 2019 in Belp. Damals gingen Hells Angels und Bandidos aufeinander los. Fünf Personen wurden verletzt – zwei schwer.

    2022 wurden mehrere Rocker dann verurteilt, der Hauptangeklagte gar zu acht Jahren Gefängnis.

    Zurückhaltende Aussagen

    Dieser trat am Montag auch als Zeuge auf. Laut SRF wies er jedoch ziemliche Erinnerungslücken auf: «Ich kann mich nicht erinnern», war meist seine Antwort. Auch die Beschuldigten zeigten sich wortkarg.

    Amthaus Bern Berufungsprozess
    Die Fassade des Amthauses, am Montag, 27. Januar 2025 in Bern. - keystone

    Ein Bandido-Mitglied fand seine Strafe unangemessen. Trotzdem sagte er oft zu den Fragen der Richterin: «Ich kann nichts dazu sagen.»

    Auch ein zweites Bandenmitglied weigerte sich, grossartige Auskünfte zu tätigen. Man habe grilliert, so der Beschuldigte auf die Frage, warum er ein Messer an dem Abend im Jahr 2019 dabei hatte. Er plädiert auf Unschuld.

    Ein weiterer älterer Beschuldigter, der ebenso auf Freispruch hofft, behauptete, während des Vorfalls auf der Toilette gewesen zu sein.

    Rockerprozess Bandidos Hells Angels
    Die Anhörungen verlaufen bisher ruhig, doch die Beschuldigten zeigen sich schweigsam. (Symbolbild) - keystone

    Abwesende und weitere Befragungen

    Andere Angeklagte, die Berufung eingelegt hatten, erschienen gar nicht vor Gericht. Bei einem wurde deshalb das Urteil der Vorinstanz rechtskräftig. Zwei weitere konnten gemäss SRF krankheitsbedingt nicht befragt werden.

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    Die Befragung der Hells-Angels-Mitglieder folgt am Dienstag. Das Urteil wird am 13. Februar verkündet.

    Kommentare

    User #1248 (nicht angemeldet)

    Die Rocker brauchen bisschen Staatskunde und Bildung ?

    User #1621 (nicht angemeldet)

    Naja, also ich finde schon dass sich der Staat sicher sein muss wenn er jemand anzeigt. Im Zweifelsfall für den Angeklagten und nicht für den Staat. Komplett unnötig, sie haben es sowieso bereits untereinander geklärt.

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