Beim jährlichen Sirenentest 5000 Anlagen getestet
Am Mittwoch ertönte in der Schweiz der jährliche Sirenentest. Über 5000 Anlagen wurden auf Funktionsfähigkeit überprüft.

Pünktlich um 13.30 Uhr heulten die Sirenen schweizweit für eine Minute beim jährlichen Sirenentest. Der sogenannte «Allgemeine Alarm» wurde in allen Landesteilen ausgelöst, wie das «SRF» berichtet.
Dabei handelte es sich um einen regelmässig auf- und absteigenden Heulton. Die Erfolgsquote lag nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz bei 99 Prozent.
Rund 5000 stationäre Sirenen funktionierten damit einwandfrei, meldet das «SRF». Kantone und Gemeinden sind nun angehalten, defekte Anlagen umgehend zu reparieren.
Wasseralarm in gefährdeten Gebieten
In den Nahzonen unterhalb von Stauanlagen ertönte zusätzlich der Wasseralarm. Dieser wurde zwischen 14 und 16.30 Uhr getestet, informiert der Kanton Zürich in einer Medienmitteilung.
Das Signal besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden. Bei der Kontrolle kam es vereinzelt zu Fehlalarmen.
So wurde laut dem «SRF» in Oberwil bei Büren ein Alarm fälschlicherweise ausgelöst. Am Vortag hatte es bereits in Suhr einen Fehlalarm gegeben.
Neben Sirenentest Alertswiss-App geprüft
Parallel zum Sirenentest wurden über 15 Millionen Push-Mitteilungen verschickt. Die Alertswiss-App ist derzeit auf rund 2,3 Millionen Mobilgeräten installiert, berichtet der «Alertswiss»-Blog.

Da es sich um einen Test handelte, erzeugte die Meldung keinen Sirenenton. Es wurde eine Meldung der Stufe «Information» gesendet.
Die Schweiz plant künftig die Einführung von Cell Broadcast. Diese Technologie sendet Textnachrichten an alle Handys in einer Funkzelle, erklärt das «SRF».
Cell Broadcast bis 2029 geplant
Der Bundesrat will Cell Broadcast bis 2029 einführen. Das System erreicht auch Personen ohne installierte Warn-App.
Auch ausländische Touristen würden so im Ernstfall gewarnt. Die Alertswiss-App bleibt trotzdem wichtig.
Sie liefert detaillierte Verhaltensanweisungen, die über Cell Broadcast nicht möglich sind. Die Vernehmlassung zur Einführung endete laut «SRF» am 2. Februar 2026.












