Basler Fasnacht: Verfahren wegen rassistischem Zettel eingeleitet

    Brendan Bühler
    Brendan Bühler

    Basel,

    An der Basler Fasnacht wurde ein rassistischer Zettel verteilt. Die Staatsanwaltschaft führt nun ein Verfahren.

    Basel Fasnacht Rassismus
    Der Flyer der Basler Fasnacht sorgt für Irritation. - Keystone/Bildmonage Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein rassistischer Zettel an der Basler Fasnacht sorgte für Ärger.
    • Gegen die unbekannte Täterschaft wurde ein Verfahren eingeleitet.

    Eigentlich sollte die Basler Fasnacht die «drey scheenschte dääg» sein. Doch dieses Jahr wurde die Fasnacht erneut von Rassismus überschattet. Ein «Zeedel» wurde verteilt, auf dem ein nicht näher genannter Student verunglimpft wird.

    Der Zettel bezieht sich unter anderem auf die Debatte um die Gugge «Negro Rhygass». Wie Peter Gill von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt auf Anfrage mitteilte, wurde ein Verfahren wegen «rassistischer Beschimpfung» eingeleitet.

    Doch: Eine Täterschaft konnte bis jetzt nicht ermittelt werden, so Gill. Als Absender fungierte eine Harus Waagis. Doch einerseits ist der Begriff Waggis falsch geschrieben, anderseits ist solch eine Gruppe dem Fasnachtscomité nicht bekannt.

    Zweiter Skandal an Fasnacht

    Harus war der Gruss der rechtsextremen Fronten-Bewegung in den 1930er Jahren. Der zweite Skandal an den drei schönsten Tagen war eine Laterne der Alten Garde der Clique Alte Stainlemer.

    Die Clique hatte grenzwertige Verse auf ihre Laterne geschrieben. Dort liegt laut Gill jedoch kein Strafbestand vor.

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