Bar in St. Gallen feiert mit Sprühkerzen – 1 Monat nach dem Inferno
In Crans-Montana starben 40 Menschen durch Feuerwerk in einem Club. Jetzt wurde in einer St.Galler Bar mit Sprühkerzen gefeiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Aus der Bar «Metzgertor» in St. Gallen kursieren Videos mit Flaschenfeuerwerk.
- Die Sprühkerzen erinnern an jene, die das Inferno in Crans-Montana auslösten.
- Der Barchef will sich zum Vorfall nicht äussern.
Sie tanzen, lachen, filmen sich gegenseitig – mitten im Raum sprühen Kerzen Funken. In einem Instagram-Video aus der St.Galler Bar «Metzgertor» feiert eine Gruppe Geburtstag.
In der Hand: Flaschen mit Feuerwerk. Auf der Torte: brennende Sprühkerzen.
Es sind genau jene Deko-Artikel, die in der Neujahrsnacht im Wallis eine Katastrophe auslösten. In Crans-Montana kamen 40 Menschen ums Leben – wegen brennender Sprühkerzen im Club.
Barchef schweigt zum Vorfall
Rechtlich gesehen ist in St. Gallen nichts verboten: Pyrotechnische Gegenstände sind hier – anders als etwa im Wallis – nicht generell untersagt. Doch der Zeitpunkt und das Setting werfen Fragen auf.
Wie das St. Galler Tagblatt schreibt, wollte sich Barchef Simon Koch nicht äussern. Auch die Nacht-Gastrovereinigung «Nacht Gallen» verweist auf fehlende Informationen.
Verband warnt: «Zeichen des Respekts»
Deutliche Worte findet die Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK): Man habe den Mitgliedern nach der Katastrophe im Wallis empfohlen, auf Indoor-Feuerwerk zu verzichten. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch als Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern.








