Bakom lanciert zweite Millionen-Kampagne für DAB+
Immer mehr Personen nutzen für ihren Radiozugang DAB+-Geräte. Um die Technologie noch bekannter zu machen, lanciert der Bund jetzt eine zweite Informationskampagne für satte 5,5 Millionen Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Immer mehr Schweizer hören digitalen Radio.
- Die alte Radioverbreitung über UKW wird damit von DAB+ immer mehr verdrängt.
- Um die neue Technologie bekannter zu machen, hat der Bund jetzt schon die zweite Millionen-Kampagne lanciert.
In den nächsten Jahren soll die Radioverbreitung über UKW sukzessive durch DAB+ ersetzt werden. Um die digitale Technologie noch bekannter zu machen, hat der Bund nun eine zweite Informationskampagne für 5,5 Millionen Franken ausgeschrieben.
Bereits heute hören fast Zweidrittel aller Schweizerinnen und Schweiz Radio über einen digitalen Kanal, sei es ein DAB+-Gerät, das Internet oder digitales Fernsehen. In den Schweizer Haushalten und Fahrzeugen waren Ende 2017 rund 3,5 Millionen DAB+-Geräte in Betrieb.
Digitalradio: Ausschreibung für Informationskampagne zu #DABplus https://t.co/ofGMxOdCLY #medienmitteilung
— BAKOM (@bakomCH) April 24, 2018
Mit einer vierjährigen Informationskampagne soll diese Zahl weiter erhöht werden, wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Dienstag mitteilte. Erwartet werde ausserdem der Aufbau eines «Kompetenzzentrums für DAB+». Den Auftrag will das Bakom im Herbst vergeben. Das Budget in der Höhe von 5,5 Millionen Franken wird durch die Empfangsgebühren finanziert.
Erste Kampagne hatte bereits Erfolg
Die erste (noch laufende) Kampagne unter dem Leitmotiv «Radio zieht um» habe bereits dazu beigetragen, dass 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer die DAB-Technologie kennen würden. Dafür investierte das Bakom bereits vier Millionen Franken.
Vertreter der SRG und der privaten Radiostationen hatten sich 2015 für den Wechsel von der analogen UKW- zur digitalen Verbreitung entschieden. DAB+ ermögliche einen besseren Empfang, die Verbreitung von Zusatzinformationen wie Texten und Grafiken und eine effizientere Nutzung der Frequenzen.

Der definitive Termin für die UKW-Abschaltung soll 2019 bekannt gegeben werden. Die Schweiz wäre dann das zweite Land nach Norwegen, das die analoge UKW-Verbreitung von Radioprogrammen abschafft.






