Winterthur

    Ausgerechnet vor Nati-Match: Stadtwerk Winterthur kappte Strom!

    George Stutz
    George Stutz

    Winterthur Stadt,

    Um 5 Uhr morgens spielte die Schweizer Nati ihr WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien. In einem Winterthurer Stadtteil sorgte dies jedoch für eine Zitterpartie.

    stromausfall bern
    Die Schweiz spielte gegen Algerien um 5 Uhr morgens. In einem Winterthurer Quartier drohte zum Anpfiff eine Mattscheibe. (Symbolbild) - keystone

    Fussballbegeisterte Bewohner in Hegi trauten ihren Augen nicht, als sie letzte Woche im Briefkasten den abgebildeten Flyer vorfanden (Bild unten). Just als die Schweiz gegen Algerien ihren Sechzehntelfinal morgens um 5 Uhr spielte, drohte demnach ein Stromausfall.

    Die «WIZE» hat bei Stadtwerk nachgefragt. Projektleiterin Béatrice Hufschmid lieferte die plausible Erklärung: «Die Arbeiten werden mehrere Wochen vorausgeplant. Zu diesem Zeitpunkt war nicht vorhersehbar, dass die Schweiz an diesem Tag und um diese Zeit spielen wird. Wir bauen die Stromverteilkabine Reismühleweg/Reismühlestr. 13 um.

    Der von Stadtwerk verteilte Flyer.
    Der von Stadtwerk verteilte Flyer. - zVg

    Zu diesem Zweck und zum Abschluss dieser Arbeiten müssen wir den Strom am Freitag, 3.7., von 01.30 bis 05.30 Uhr kurzzeitig unterbrechen. Die Arbeiten wurden bewusst für diese Zeit festgesetzt, damit der Strom für den Betrieb des Kindergartens wieder rechtzeitig zur Verfügung steht. Der Fokus lag verständlicherweise auf dem Betrieb des Kindergartens. Bei der Planung wird immer Zeitreserve eingeplant. Sofern keine technischen unerwarteten Ereignisse auftreten, sollte die Stromabstellung nicht länger als bis 5 Uhr – rechtzeitig zum Anpfiff des Spiels – dauern.»

    Verfolgst die Spiele der Schweizer Nati bei der Weltmeisterschaft – auch nachts?

    Am Ende haben sich die Hegemer vergeblich Sorge um die Übertragung des TV-Spiels gemacht. Die Stadtwerk-Monteure hatten den Strom bereits um 3 Uhr wieder eingeschaltet, sodass der 2:0-Sieg der Nati auch in diesem Stadtteil problemlos mitverfolgt werden konnte.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.

    Kommentare

    User #3291 (nicht angemeldet)

    In den Niederlanden gibt es jetzt schon Brownouts weil das Strom-Netz am Anschlag ist. In Tillburg waren ca. 18 000 Strom-Kunden von einer bewussten Abschaltung betroffen um das Strom-Netz zu stabilisieren. Eher unangenehm für Leute die in einem Lift stecken geblieben sind. Aber die Niederlande sind ganz vorn wenn es um die Transformation geht.

    User #3388 (nicht angemeldet)

    Das ist eine Schukosteckdose, keine CH-Steckdose. Wie peinlich ist denn das....

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