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    Ausgerechnet jetzt! SBB wirbt für Paris – und erntet Spott

    Marco Schlatter
    Marco Schlatter

    Bern,

    Die SBB wirbt proaktiv für Reisen nach Paris. Angesichts der aktuellen heftigen Proteste wirkt das Timing etwas unglücklich.

    sbb
    Nicht der beste Zeitpunkt: Die SBB wirbt für Reisen nach Paris. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SBB bewirbt mit Instagram-Werbung Paris als Reiseziel.
    • Aktuell herrscht in der französischen Hauptstadt jedoch Chaos – es ist zu heftigen Ausschreitungen gekommen.
    • Heute Montagmorgen hat die SBB die Paris-Werbung nun vorübergehend gestoppt.

    Die SBB macht auf Social Media Werbung für Reisen nach Paris. Eigentlich nichts Ungewöhnliches: Die Stadt der Liebe lockt Touris mit Croissants, Eiffelturm und romantischen Spaziergängen an der Seine.

    Nicht so im Moment. Die Strassen von Paris sind gezeichnet von den heftigen Krawallen, Gewalt und Plünderungen am Wochenende. Zwischen Reiseinspiration und Strassenprotesten liegen im Internet nur wenige Klicks.

    Ob bei diesen Bildern nicht den meisten die Reiselust vergeht?

    Nutzer spottet: «Am Puls der Zeit»

    In den Kommentaren erntet die SBB jedenfalls Spott: «Am Puls der Zeit», schreibt ein Instagram-Nutzer ironisch.

    Eine Nutzerin kommentiert «Super Timing!» und gratuliert der SBB spöttisch zum Post. Wieder einer meint nur: «Sehr witzig.»

    Würdest du jetzt nach Paris reisen?

    Die französische Hauptstadt ist gross, und Proteste betreffen nicht automatisch jedes Quartier. Trotzdem stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt für eine solche Werbekampagne passend ist.

    Nein, findet inzwischen auch die SBB.

    SBB reagiert

    Sie prüfe regelmässig die Lage an den beworbenen Reisezielen, sagt eine SBB-Sprecherin auf Anfrage von Nau.ch. Aufgrund der aktuellen Situation habe sie nun reagiert.

    «Die SBB hat gestern entschieden, die Werbung für Paris aufgrund der derzeitigen Situation vorübergehend zu stoppen. Dies wurde heute am frühen Montagmorgen in die Wege geleitet.»

    Die Krawalle sind besonders am vergangenen Wochenende ausgeartet. Es kam zu Plünderungen und Gewalt gegen Polizisten – in Paris, aber auch in anderen Städten.

    Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat am Montagmittag als Reaktion begrenzte Ausgangssperren angeordnet.

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    Kommentare

    User #5944 (nicht angemeldet)

    Ich bin gerade mit dem Lastenvelo unterwegs nach Paris.

    User #1857 (nicht angemeldet)

    Unsere Grenzen schliessen nur noch mit visum

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