Anton Brönnimann neuer Chef der Meldestelle für Geldwäscherei
Anton Brönnimann wird der neue Chef der Meldestelle für Geldwäscherei beim Bundesamt für Polizei (Fedpol).

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Nachfolger von Daniel Thelesklaf ist gefunden.
- Anton Brönnimann wird im kommenden Jahr neuer Chef der Meldestelle für Geldwäscherei.
Anton Brönnimann wechselt im ersten Quartal 2022 von der Finanzmarktaufsicht (Finma) zum Fedpol. Dort wird er Chef der Meldestelle für Geldwäscherei.
Brönnimann verfüge über ein «umfassendes Wissen» im Bereich des Finanzmarkt- und Aufsichtsrechts, des Bankenrechts und des Geldwäschereigesetzes. Das teilte das Fedpol am Freitag mit.
Zudem habe er Erfahrung in der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern.
Brönnimann leitet gemäss Mitteilung aktuell die Gruppe «Legal Expertise» bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Bei der Finma war er seit 2013 in verschiedenen Positionen tätig, zuvor arbeitete er als selbstständiger Rechtsanwalt.

Damit ist der Chefposten der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) ab dem nächsten Jahr wieder besetzt. Seit Juni 2020 wurde die MROS von Gabriela Kolly und Olivier Longchamp, den Stellvertretenden des damaligen Chefs Daniel Thelesklaf geleitet. Das sagte das Fedpol der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
Vorgänger nach kurzer Zeit zurückgetreten
Thelesklaf war im Juni 2020 wegen unterschiedlichen Vorstellungen zur strategischen Ausrichtung der MROS zurückgetreten. Nach weniger als einem Jahr im Amt. Die Co-Leitung bleibt noch bis zum Amtsantritt Brönnimanns bestehen.
Die Meldestelle nimmt gemäss dem Geldwäschereigesetz Verdachtsmeldungen bezüglich Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Gelder verbrecherischer Herkunft oder krimineller Organisationen von Finanzindienstleistern entgegen.
Diese leitet sie allenfalls an die Strafverfolgungsbehörden weiter. Zudem berichtet MROS jährlich über die Entwicklung der Bekämpfung der Geldwäscherei, des organisierten Verbrechens und der Terrorismusfinanzierung in der Schweiz.