Am Grossen St. Bernhard wurde ein angefahrener und getöteter Luchs entdeckt. Nun wurden Reste einer Gewehrkugel gefunden.
Luchs
Im Wallis ist offenbar ein Luchs gewildert worden. Eine bei einem Unfall mit einem Auto getötete Grosskatze hat Spuren eines Gewehrschusses im Gewebe aufgewiesen. - sda - Kanton Wallis

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Grossen St. Bernhard wurde ein angefahrener Luchs tot gefunden.
  • Bei der Autopsie wurden Reste einer Gewehrkugel vermutet.
  • Der Zusammenprall mit dem Auto ist jedoch die Todesursache.

Ein auf der Strasse am Grossen St. Bernhard VS angefahrener und getöteter Luchs hat Metallsplitter in seinem Gewebe gehabt. Gemäss vorläufigem Autopsiebericht lässt dies auf den Einschlag einer Gewehrkugel und damit auf Wilderei schliessen.

Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) wird deshalb Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der Luchs war nach einer Kollision mit einem Auto bei Sembrancher VS getötet worden.

Wilderei von Luchsen ist verboten

Todesursache waren gemäss der Mitteilung zwar verschiedene Frakturen, die das Tier beim Zusammenprall mit dem Fahrzeug erlitt. Eine Untersuchung am Institut für Tierpathologie der Universität Bern hat nun im Gewebe des toten Tieres Metallsplitter nachgewiesen. Diese stammen «höchstwahrscheinlich aus einer fragmentierten Gewehrkugel».

Der Luchs gilt als streng geschützte Art und dessen Wilderei ist ein Vergehen, das von Amtes wegen verfolgt wird. Die zuständigen Stellen werden deshalb bei der Walliser Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Walliser Behörden verurteilten in der Mitteilung jede Art von Wilderei gegen geschützte Arten wie den Luchs «aufs Schärfste». Dies hiess es in der Mitteilung.

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