Gericht

    Absage des Alba-Festivals war laut Zürcher Gericht diskriminierend

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr erleidet Niederlage vor dem Verwaltungsgericht wegen der Absage des Alba-Festivals 2021.

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    2022 waren über 20'000 Besucher am Alba-Festival. (Archivbild) - keystone

    Die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) hat eine Niederlage vor Verwaltungsgericht eingefahren. Dieses entschied, dass die Absage des Alba-Festivals im Jahr 2021 diskriminierend gewesen sei. Fehr hatte diese Verfügung damals erlassen.

    Das Alba-Festival hätte im September 2021 auf der Hardturmbrache stattfinden sollen. Vor dem Hintergrund der damals grassierenden Corona-Pandemie entschied Fehr, die bereits erteilte Bewilligung für den zweitägigen Anlass wieder zurückzuziehen – weniger als 48 Stunden vor Festivalbeginn.

    Fehrs Reaktion und Kritik von Anti-Rassismus-Kommission

    Das Festival richte sich «primär an eine stark betroffene Community», begründete die Regierung damals ihren Entscheid. «Erkenntnisse aus dem Contact Tracing wie auch das Update der Covid-Science-Task-Force zeigen, dass sich Ferienrückkehrer aus dem Balkan überdurchschnittlich oft mit Covid-19 infiziert haben».

    Warst du schon mal am Alba Festival?

    Niemand verliere gerne vor Gericht, auch sie nicht, schrieb Fehr am Montag dazu auf LinkedIn. Sie sei dennoch froh über dieses Urteil. Es sei gut zu wissen, dass das Verwaltungsgericht bei Fragen der Diskriminierung einen strengen Massstab setze.

    Auch die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus hatte die Zürcher Regierung damals kritisiert. Die Veranstalter des Festivals zogen schliesslich gegen den Regierungsrat vor Gericht.

    Alba-Festival: Eine Geschichte voller Hindernisse

    Im Jahr darauf konnte das Alba-Festival schliesslich stattfinden. Austragungsort war das Hardturm-Areal. Im Jahr 2023 hatten die Veranstalter hingegen wieder Pech: Die Stadt Zürich erteilte die Bewilligung zu spät, sodass das Festival abgesagt werden musste.

    Im Juni dieses Jahres konnte das albanisch-kosovarische Festival schliesslich ohne Nebengeräusche stattfinden, vom 21. bis am 23. Juni auf dem Kasernenareal. Mit über 20'000 Besucherinnen und Besuchern ist das Alba-Festival nach eigenen Angaben das grösste Open-Air-Festival für albanische und kosovarische Popmusik in Europa.

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    Kommentare

    User #2264 (nicht angemeldet)

    Alles was Spass und Freude macht wird seit 4 Jahren verboten.

    User #5385 (nicht angemeldet)

    Braucht es nicht. Gut für den Klimaschutz

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