Aargau: Junger Forscher setzt auf KI im Kampf gegen Hirntumore
Der Aargauer Nachwuchsforscher Mikkel Lüscher (20) wurde an der Europameisterschaft in Kiel ausgezeichnet.

Grosser Erfolg für den 20-jährigen Nachwuchsforscher Mikkel Lüscher aus Erlinsbach AG: Beim European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) in Kiel wurde sein Forschungsprojekt zur KI-gestützten Früherkennung von Hirntumoren mit Bronze ausgezeichnet. Damit erreichte er den dritten Platz des europäischen Wissenschaftswettbewerbs.
Rund 140 junge Forschende aus 37 Ländern stellten in Kiel ihre Projekte einer internationalen Jury vor. Lüscher vertrat die Schweiz gemeinsam mit Mariia Palamarchuk aus Zürich und Annika Wittmann aus Chur. Nominiert wurde das Schweizer Team von der Stiftung Schweizer Jugend forscht.
Künstliche Intelligenz für die Medizin
Im Zentrum von Lüschers Forschungsarbeit stand die Frage, wie künstliche Intelligenz künftig dabei helfen könnte, Hirntumoren möglichst früh zu erkennen und medizinische Diagnosen zu unterstützen. Dafür entwickelte der Erlinsbacher ein maschinelles Lernmodell, das medizinische Daten auswertet und bei der diagnostischen Beurteilung eingesetzt werden kann.
Doch Lüscher beliess es nicht bei der Entwicklung des Modells. Zusammen mit einem Neuroradiologen erarbeitete er zusätzlich eine grafische Benutzeroberfläche, die für eine klinische Evaluation eingesetzt werden konnte. Aus einem theoretischen Forschungsansatz entstand damit eine Anwendung, die den möglichen praktischen Einsatz der entwickelten Technologie veranschaulicht.
Internationale Anerkennung
Die Auszeichnung in Kiel bedeutet für den jungen Forscher eine besondere Anerkennung seiner Arbeit. Am EUCYS treffen Nachwuchstalente aus ganz Europa und weiteren Ländern aufeinander und präsentieren Forschungsprojekte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen.
Auch bei Schweizer Jugendforscht wird das Projekt gewürdigt. «Mikkel zeigt mit seinem Projekt eindrücklich, wie junge Menschen komplexe gesellschaftliche und medizinische Fragestellungen mit wissenschaftlicher Neugier und modernen Technologien angehen», sagt Mathieu Guillame-Bert, betreuender Experte von Schweizer Jugend forscht. Die Stiftung freue sich sehr über die Anerkennung seiner Arbeit.
Mit der Bronzemedaille bringt Lüscher nicht nur eine Auszeichnung aus Kiel nach Hause, sondern auch die Bestätigung, dass seine Forschungsidee international Beachtung findet.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Aarauer Nachrichten» erschienen.








