8'544'527 Menschen leben in der Schweiz

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    1970 lebten noch 6,5 Millionen Menschen in der Schweiz. Ende 2018 waren es über 8,5 Millionen, wie eine neue Publikation des Bundesamts für Statistik zeigt.

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    Hendrik Budliger zweifelt daran, dass die Schweiz die 10-Millionen-Grenze erreicht. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 8'544'527 Personen lebten Ende 2018 in der Schweiz, wie eine Publikation des BFS zeigt.
    • Davon waren 25,1 Prozent Ausländer – kein Nachbarland hat so einen hohen Anteil.
    • Die Scheidungen sind seit 1970 stark angestiegen, es wird später geheiratet.

    Nun ist es definitiv: 8'544'527 Personen umfasste die Schweizer Wohnbevölkerung Ende 2018. Der Ausländeranteil betrug 25,1 Prozent. Kein Nachbarstaat beherbergt so viel Migranten: Österreich verzeichnet 19,2, Deutschland 16,6, Frankreich 12,2 und Italien 10,2 Prozent.

    1970 waren in der Schweiz eine gute Million der damals 6,3 Millionen Einwohner Ausländer, letztes Jahr waren es über zwei Millionen.

    Grosse Veränderungen seit 1950

    Auch sonst hat sich die Bevölkerungsstruktur in knapp 50 Jahren erheblich verändert, wie die Publikation «Die Bevölkerung der Schweiz 2018» des Bundesamts für Statistik (BFS) illustriert: Zum Beispiel gibt es heute drei Mal so viele Einpersonenhaushalte wie 1970 und doppelt so häufig Zwillingsgeburten.

    hochzeit heiraten
    Sowohl Männer wie auch Frauen heiraten durchschnittlich sechs Jahre später als noch 1970. (Symbolbild) - Pixabay

    Durchschnittlich sind Frauen bei der ersten Niederkunft 32 Jahre alt, 4,2 Jahre älter als noch 1970. Heiraten tun sie im Schnitt mit 30 Jahren, knapp 6 Jahre später als damals. Bei den Männern hat sich das Erstheiratsalter ebenfalls um 6 Jahre verschoben auf 32 Jahre.

    Deutlich mehr Scheidungen

    Stark entwickelt hat sich auch die Häufigkeit von Scheidungen, die mittlerweile 40 Prozent aller Ehen beenden. Ihre Anzahl hat sich in den letzten 50 Jahren fast verdreifacht. In den 1970er Jahren war die Hochzeit nur für jeden 10. Bräutigam ein erneuter Versuch, 2018 hatte schon jeder vierte eine Ehe hinter sich. Von den Bräuten war letztes Jahr nur knapp jede fünfte geschieden.

    scheidung
    Scheidung. (Symbolbild) - Keystone

    Ein unterschiedliches Paarungsverhalten zeigen Heiratswillige auch bei den gut 35 Prozent gemischtnationalen Ehen: In den meisten war der Mann Schweizer und die Frau Ausländerin. Mehrheitlich wählten beide Geschlechter europäische Partner. Nach den Favoritinnen aus Deutschland entschieden sich Männer am häufigsten für Italienerinnen vor Kosovarinnen, Französinnen und Serbinnen.

    Das differiert nur leicht von der allgemeinen Häufigkeit von Herkunftsländern: Italien führt mit knapp 15 Prozent, gefolgt von Deutschland (14,3), Portugal (12,3), Frankreich (6,3), Kosovo (5,2), Spanien (3,9), Türkei (3,2) und Serbien mit 3 Prozent.

    Altersstruktur stark verändert

    Am stärksten entwickelt hat sich die Altersstruktur der Bevölkerung: 1970 starben noch fast ein Drittel der Einwohner vor dem 65. Altersjahr, 2018 waren es nur noch 13 Prozent. 46,8 Prozent der Einwohner erreichen heute ein Alter von mindestens 85 Jahren. 1970 waren es nur 15,4 Prozent gewesen und 1940 durften gar nur 6 von 100 Einwohnern damit rechnen, so alt zu werden.

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