Stadt Zürich

35-Jähriger bestreitet Diskriminierung von Juden in Zürich

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Ein 35-Jähriger hat am Bezirksgericht Zürich bestritten, Juden diskriminiert zu haben. Einen Kleber einer deutschen Neonazi-Partei habe er zufälligerweise im Kreis 3 aufgeklebt. Sein Verteidiger forderte einen Freispruch.

Ein 35-Jähriger brachte in der Nähe einer Synagoge in Zürich einen rechtsradikalen Kleber an. Er bestritt vor Gericht eine diskriminierende Absicht. (Archivbild)
Ein 35-Jähriger brachte in der Nähe einer Synagoge in Zürich einen rechtsradikalen Kleber an. Er bestritt vor Gericht eine diskriminierende Absicht. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

«Ich habe nichts gegen Juden», beteuerte der Schweizer an der Verhandlung vom Mittwoch. Mit dem Kleber der Partei «Der III. Weg» habe er lediglich einen missliebigen Kleber einer linksradikalen Organisation verdecken wollen. Den Aufkleber habe er zufällig in der Tasche gehabt. Politisch stehe er «eher rechts», sei aber nicht rechtsradikal.

Den Kleber brachte er an der Stange einer Verkehrstafel an, die in der Nähe der Synagoge Agudas Achim in Wiedikon steht. Ebenfalls reiner Zufall, sagte er. «Ich kenne mich in Zürich nicht aus», erklärte der Mann, er sei nicht dort aufgewachsen.

Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei neben zahlreichen Klebern mit «infantilem Inhalt» auch problematische. Das erklärte der Beschuldigte damit, dass solche bei Bestellungen gratis mitgeliefert wurden. Seine beiden Vorstrafen sind nicht einschlägig, haben also nichts mit rechtsradikalem Hintergrund zu tun.

Sein erbetener Verteidiger nannte den Mann «rechtsbürgerlich», aber nicht rechtsradikal. Die Botschaft des Klebers, «Europa erwache», und das Parteisymbol seien nur zum Teil zu lesen gewesen und auch nicht offensichtlich gegen Juden gerichtet. Sein Mandant habe den zufällig gewählten Kleber zudem nicht bewusst in einem jüdisch geprägten Viertel angebracht. Das sei für Ortsfremde gar nicht erkennbar gewesen.

Das Gericht hat die Urteilseröffnung auf 15. 15 Uhr angesetzt.

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Kommentare

User #6292 (nicht angemeldet)

Echt krank was sich die Justiz rausnimmt, WG Kleber ist er jetzt judenhasser, stand auf dem Kleber überhaupt das Wort Jude in irgend einer Weise drauf, wenn nicht, schäbiger Staatsanwalt, der sollte sich schänen

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