Das Medienunternehmen 20 Minuten baut seine Strategie erneut um: Knapp zwei Jahre nach der Einführung von «Video First» kommt beim Gratisblatt nun «Social Media First». Es sollen 17 Stellen geschaffen werden.
Beim Gratisblatt 20 Minuten kommt nach «Video First» nun «Social Media First». Es sollen 17 Stellen geschaffen werden. (Symbolbild)
Beim Gratisblatt 20 Minuten kommt nach «Video First» nun «Social Media First». Es sollen 17 Stellen geschaffen werden. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Das Wichtigste in Kürze

  • «Social Media First» bedeutet, dass die Inhalte in Zukunft zuerst über soziale Medien veröffentlicht werden, bevor sie für andere Kanäle wie die Website oder die gedruckte Pendlerzeitung aufbereitet werden.

Nebst redaktionellen Inhalten sollten im Rahmen des Projektes auch bezahlte Beiträge veröffentlicht werden, wie das teilweise bereits gemacht werde, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Mit der neuen Strategie loslegen will 20 Minuten laut einer Mitteilung vom Dienstag im Jahr 2022. Sie befinde sich derzeit noch in der Startphase und das detaillierte Konzept werde nun ausgearbeitet. Um die Strategie umzusetzen, schafft das Portal 17 neue Vollzeitstellen.

Laut der Sprecherin werden einerseits sogenannte «Social Media Redaktoren» eingestellt. Andererseits werden aber auch Stellen in anderen Bereichen geschaffen, etwa in den Bereichen Commercial Publishing, Datenanalyse und Community Management.

Verantwortlich für das Projekt ist den Angaben zufolge Sven Ruoss, Chief Product Officer von 20 Minuten. «Ziel ist es, einerseits neue, spannende Formate für bestehende Kanäle wie Instagram oder Tiktok zu entwickeln», wird er in der Mitteilung zitiert. Andererseits wolle man zusätzliche Plattformen wie Youtube oder Twitch mit Inhalten bespielen.

Grund für den Strategiewechsel ist gemäss dem Communiqué, dass sich vor allem die jüngere Zielgruppe von 20 Minuten hauptsächlich auf sozialen Medien bewegt. Laut der Sprecherin ist trotz der neuen Strategie die bisherige «Video First»-Strategie nicht gescheitert.

«Die Strategie bewährt sich sehr gut. Unsere Video-Views sind stark gestiegen», sagte sie. Junge erreiche man aber auf Social Media am besten. Andere Inhalte oder Formate sollen durch die neue Ausrichtung nicht abgebaut werden.

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