10 Prozent mehr Fälle – regional grosse Unterschiede

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    Bern,

    Der epidemiologische Wochenbericht des BAGs zeigt: 10 Prozent mehr laborbestätigte Corona-Fälle als in der Vorwoche und regional grosse Unterschiede.

    Alain berset
    Gesundheitsminister Alain Berset (r.) verschaffte sich diese Woche ein Bild über die Lage eines Spitals im Kanton Neuenburg. - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Verbreitung des Coronavirus weist in der Schweiz regional grosse Unterschiede auf.
    • Jedoch wird mehr getestet als in der Vorwoche.

    10 Prozent mehr laborbestätigte Corona-Fälle als in der Vorwoche und regional grosse Unterschiede. Das zeigt der epidemiologische Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Anzahl Tests stieg um 27 Prozent, wie das BAG am Donnerstag mitteilte.

    In der Woche 50 wurden laut BAG insgesamt 30'110 laborbestätigte Fälle gegenüber 27'359 in der Vorwoche verzeichnet. Damit stieg die Anzahl der registrierten Fälle im Vergleich zur Vorwoche um 10,1 Prozent.

    Dabei zeigt sich regional ein heterogenes Bild: Die Inzidenz in den Kantonen lag zwischen 185 Fällen pro 100'000 Einwohner und Woche in den Kantonen Jura und Obwalden sowie 507 in St. Gallen und Tessin. In 13 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein nahm die Inzidenz um mehr als 10 Prozent zu, in vier Kantonen (FR, NE, OW, VD) nahm sie um mehr als 10 Prozent ab.

    Auslastung der Intensivpflegestationen liegt bei 76 Prozent

    Für die Woche 50 wurden dem BAG bis Mittwoch 891 Hospitalisationen im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung gemeldet (Vorwoche: 782). Das Durchschnittsalter der Hospitalisierten lag bei 72 Jahren, 77 Prozent waren über 60 Jahre alt.

    coronavirus schweiz spital ärzte
    Coronavirus: Pflegende verlegen einen Covid-19 Patienten in die Abteilung Intensivpflege im HFR Freiburg Kantonsspital, am Donnerstag, 26. November 2020 in Fribourg. - Keystone

    Auf den Intensivpflegestationen (IPS) lagen 464 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung. Das sei etwa gleich wie in der Vorwoche, heisst es. 375 Covid-19-Patienten wurden beatmet, was in etwa dem Durchschnitt der Vorwoche entspreche.

    Der Anteil der Covid-19-Patienten in der IPS lag bei 56 Prozent. Die Auslastung dieser Stationen betrug 76 Prozent. Wegen Meldeverzögerungen ist die Anzahl der Hospitalisationen laut BAG noch unterschätzt.

    Grosse kantonale Unterschiede

    Im untersuchten Zeitraum wurden 512 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung gemeldet (Vorwoche: 486). Es bestünden grosse kantonale Unterschiede von 0 bis zu 12,3 Todesfälle pro 100'000 Einwohner. So wurden in allen Kantonen Todesfälle verzeichnet, ausser in Appenzell Innerrhoden, Obwalden und Uri. Trotz einiger noch zu erwartenden Nachmeldungen sei mit einer Stagnation der Anzahl Todesfälle zu rechnen.

    Gemäss Wochenbericht wurden 209'628 Tests (69,5 Prozent PCR und 30,5 Prozent Antigen-Schnelltests) durchgeführt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Anzahl Tests um 27 Prozent. Der Anteil positiver Tests sank auf 15,3 Prozent (Vorwoche: 17,7 Prozent).

    Gemäss Meldungen von 19 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein befanden sich am Dienstag 27'867 Personen in Isolation und 21'868 in Quarantäne. 245 Personen waren nach der Einreise aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in Quarantäne.

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