Stadt Bern

    «Wenn Abfalltrennsysteme wie Pilze aus dem Boden schiessen»

    Simon Haldemann
    Simon Haldemann

    Bern,

    In Bern sorgen neue Abfalltrennsysteme für eine sauberere Innenstadt. Simon Haldemann von BernCity erklärt, warum Abfallvermeidung und Recycling wichtig sind.

    Simon Haldemann
    Simon Haldemann, Geschäftsleiter BernCity. - Daniel Zaugg

    Wer in diesen Tagen durch die Berner Innenstadt spaziert, dem fällt vielleicht etwas auf. Die Abfalltrennsysteme, kurz ATS-Boxen, schiessen förmlich wie Pilze aus dem Boden. Dabei handelt es sich nicht um eine neue Pilzsorte, sondern um eine durchaus erfreuliche Entwicklung.

    Denn immer mehr Betriebe übernehmen Verantwortung für eine saubere Innenstadt. Dass dies nötig ist, zeigen eindrückliche Zahlen. Allein aus den öffentlichen Abfalleimern der Berner Innenstadt fallen täglich rund fünf Tonnen Abfall an. An Wochenenden kann es je nach Wetter und Veranstaltungen sogar das Doppelte sein.

    Eine gewaltige Menge, die gesammelt, getrennt und entsorgt werden muss. Mit der Sauberkeits-Charta setzen sich BernCity und zahlreiche engagierte Unternehmen gemeinsam für eine saubere Innenstadt ein.

    Bern
    Ziel der Stadt Bern ist es, den Abfall im öffentlichen Raum einzudämmen. (Symbolbild) - keystone

    Auch die Anschaffung und das Aufstellen der ATS-Boxen haben wir aktiv unterstützt. Denn Abfall gehört nicht auf den Boden, sondern in den richtigen Behälter. Und wenn Wertstoffe dabei gleich noch getrennt und recycelt werden können, umso besser.

    Doch die ATS-Boxen sind nur ein Teil unseres Engagements. Mit der Sauberkeits-Charta wollen wir Abfall möglichst schon bei der Entstehung vermeiden, Littering reduzieren, Recycling und Kreislaufwirtschaft fördern und die Bevölkerung sensibilisieren.

    Erste Erfolge sind sichtbar. Viele Betriebe verzichten inzwischen auf die kostenlose Abgabe von Einwegbesteck und Plastiksäcken, optimieren ihre Verpackungen und fördern Mehrweglösungen. Auch die Abfallmenge im öffentlichen Raum ist in den letzten Jahren leicht gesunken, trotz steigender Besucherzahlen.

    Trennst du deinen Abfall unterwegs konsequent?

    Es tut sich also einiges. Am besten ist bekanntlich jener Abfall, der gar nicht erst entsteht. Der diesjährige Clean-Up-Day hat einmal mehr gezeigt, wie gross das Engagement für ein sauberes Bern ist.

    Zahlreiche Freiwillige haben gemeinsam angepackt und damit ein sichtbares Zeichen gegen Littering gesetzt. Doch mindestens genauso wichtig wie das gemeinsame Aufräumen ist die Botschaft dahinter: Sauberkeit beginnt bei jedem Einzelnen.

    Zum Autor

    Simon Haldemann ist der Geschäftsleiter von BernCity.

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