Bernerin erzählt: So erlebe ich Millionenstadt Kairo!

Bettina Gugger
Bettina Gugger

Bern,

Die Bernerin Bettina Gugger erkundet Kairo im Rahmen eines Auslandsstipendiums. Ihre Reportage zeigt die vielen Facetten der Millionenstadt.

Der Blick von der Zitadelle aus über Kairo.
Der Blick von der Zitadelle aus über Kairo. - Bettina Gugger

Regelmässig erkunden Schweizer Kulturschaffende im Rahmen eines Auslandsstipendiums die ägyptische Hauptstadt. Die Bernerin Bettina Gugger berichtet in dieser Reportage von der Millionenstadt am Nil, die viele Gegensätze vereint.

Von der Strasse her dringt der Ruf des Strassenhändlers, der Eisenschrott einsammelt, in den vierten Stock hinauf. Im Hintergrund ist das unregelmässige Hupen der Autos zu hören das nur in den frühen Morgenstunden für kurze Zeit verstummt. Stattdessen bellen nachts die Strassenhunde.

Und fünfmal am Tag sorgt der Ruf des Muezzins für einen melodiösen Unterbruch der Geräuschkulisse. Seit Februar stimmt sich mein Ohr auf die fremden Laute ein.

Hier geniesse ich einen Atelieraufenthalt der Städtekonferenz Kultur (SKK), verliehen von der Stadt Thun. Kairo. «Ana säkna fi manteit Garden City». Zweimal in der Woche besuche ich zusammen mit meinen Mitstipendiaten den Ägyptisch-Unterricht.

Bettina Gugger
Bettina Gugger berichtet von der Millionenstadt am Nil. - Bettina Gugger

Mittlerweile können wir theoretisch auf Ägyptisch einen Kaffee bestellen, uns bei den Nachbarn nach ihrem Wohlergehen erkundigen, die Uhrzeit angeben oder im kleinen Quartiershop mit den meterhohen Regalen nach bestimmten Lebensmitteln fragen.

In der Praxis geht dann doch meist alles ziemlich schnell, und die Wörter kommen dann doch noch nicht so geschmeidig über die Lippen, wie sie im Mund zu liegen scheinen.

In Kairo lernen wir Kunstschaffenden, die Dinge neu zu denken – oder eher zu betrachten, denn das Denken fällt ohne fundierte Sprachkenntnisse schwer. So verbrachte ich die ersten Wochen mit einem Kopf voller Bilder, Tönen und Gerüchen, unfähig, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen, eine Ordnung zu erkennen in dieser Flut aus Reizen, die auf einen einströmt.

Für die Berner Kuratorin Andrea Thal, die seit zwölf Jahren in Kairo lebt und fast zehn Jahre lang das Contemporary Image Collective (CIC) leitete, eine Institution, wo Menschen über Gesellschafts- und Altersklassen hinweg zusammenfinden, ist Kairo längst nicht mehr chaotisch. «Die Stadt ist nur anders organisiert, als wir es im Westen gewohnt sind.»

Andrea Thal im CIC
Andrea Thal im CIC. - Bettina Gugger

Manshiyat Naser: Müll als Ressource

Die Mehrheit der Kairoer Bevölkerung lebt in Vierteln mit mehrstöckigen, dicht nebeneinanderstehenden Hochhäusern, in kleinen Anbauten in Hinterhöfen. Die Armen nicht selten auf den Dächern, während sich die reiche Oberschicht zunehmend in den neuen Städten am Stadtrand in Gated Communities absetzt.

Zu Fusse des Steinplateaus Mukkatam leben Kopten, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, im und vom Müll. Wer hier auf dem Weg zum Kloster des Heiligen Simons auf dem Plateau vorbeikommt, sieht Frauen und Kinder Müllberge sortieren, inmitten des täglichen Gewusels eines ägyptischen Viertels mit seinen Cafés, Bäckereien und Metzgereien, während die Zabbalins mit ihren offenen Lieferwagen ununterbrochen neuen Müll herankarren.

Das Recyclingsystem von Manshiyat Naser gilt als eines der besten der Welt. Etwa 80 Prozent des Mülls können die Zabbalins und ihre Familien an Recyclingfirmen, Zwischenhändler und Industrieunternehmen verkaufen.

Diese Gleichzeitigkeit von lebendiger Betriebsamkeit, inmitten dieses fauligen Geruches des Abfalls, der sich überall türmt, torpediert die westliche Vorstellungskraft eines geordneten Lebens mit möglichem Wohlstand. Schwer zu glauben, dass hier auch Familien durch das Recycling reich geworden sind – das bestätigt auch der Uber-Fahrer, der in den engen Gassen um sein Auto fürchtet.

Von seinem Rückspiegel baumelt ein Bild von Jesus und der Jungfrau Maria. Hier hat er noch nie den Gottesdienst besucht. Er müsse am Sonntag jeweils arbeiten.

Die Spuren der ersten Felsenkirchen auf Mukkatam reichen bis ins vierte Jahrhundert zurück und wurden erstmals in den 70er-Jahren von den Bewohnern des Viertels freigelegt. Die grosse Freiluftkirche auf dem Plateau, die in den 80er-Jahren durch Sprengungen in den Felsen gebaut wurde, umfasst 20’000 Sitzplätze.

Ein Adventure- und Hochseilgarten mit Zip-Line soll zusätzlich Besuchende anlocken. Hinter dieser Initiative steckt der polnische Künstler Mariusz Dybich, der ab den 90er-Jahren damit beauftragt wurde, die Kirchen und Kapellen mit Skulpturen zu schmücken.

Kairo
Kairo – Genevoise Gebäude des Schweizer Architekten Max Zollikofer. Links im Jahr 2013, rechts im 2026. - Christian Helmle, Bettina Gugger

Unser Arabisch-Lehrer Mina Ashraf hat uns diese Aktivität ans Herz gelegt. Er ist selbst Kopt und hat in seinen 20ern in verschiedene christliche Kirchen in Kairo reingeschnuppert, da ihn ein modernerer Gottesdienst mit Musik lockte.

Schliesslich fand er wieder zur koptisch- orthodoxen Kirche zurück. «Sie liefert in der christlichen Landschaft Ägyptens die fundierteste Bildung», meint er. Die koptisch-orthodoxe Kirche ist mit qualitativ guten Kindergärten und Schulen stark in der Bildungslandschaft vertreten.

Die ägyptische Revolution brachte für die Kopten ein Klima der Angst und Unsicherheit. Die aktuelle Regierung gehe nicht nur entschieden gegen den Islamismus vor, sie setze sich auch für die Kopten ein, so Ashraf.

So stehe seit kurzem das koptisch-orthodoxe Familienrecht gleichberechtigt neben dem islamischen Familienrecht. Obwohl die Prinzipien der Scharia Hauptquellen der ägyptischen Gesetzgebung sind, zeigt sich deren Einfluss nur im Familienrecht.

Das Strafrecht ist säkular geprägt. Das Zivil- und Wirtschaftsrecht lehnt sich ans französische Recht an. Befrage ich Menschen nach dem Einfluss der Religion auf das Rechtssystem, fallen die Einschätzungen ganz unterschiedlich aus.

Wo Menschen in Mausoleen wohnen

Die Ausläufer des Mukattam-Felsmassivs grenzen die Garbage City von der Totenstadt, Qarafa, ab. Anfang des 20. Jahrhunderts strömten Arbeiter vom Land in die Stadt und errichteten hier auf dem Friedhofsgelände in Mausoleen und auf Gräbern ihre Bleibe.

Eine der Felsenkirchen auf Mukkatam.
Eine der Felsenkirchen auf Mukkatam. - Bettina Gugger

Während die Siedlung mit ihren historisch bedeutenden Bauten und Mausoleen zum UNESCO-Kulturerbe zählt, haben viele ihrer Bewohnenden immer noch einen informellen Status. Dennoch verfügt die Totenstadt über eine funktionierende Alltagsinfrastruktur mit Schulen, Geschäften und Moscheen.

Initiativen wie das Maqad des Sultans Qaitbai (MASQ) sorgen mit dem gleichnamigen Kulturzentrum für eine kulturelle Belebung des lange stigmatisierten Quartiers. Der Qaytbay Komplex, der Moschee, Madrasa, Mausoleum sowie funktionale Nebenräume für religiöses Personal in einem integrierten Stiftungsbau vereint, geht auf Al-Ashraf Qaitbay zurück, einen der bedeutendsten Herrscher der Mamlukenzeit im 15. Jahrhundert.

Auf dem Weg zu einer Derwischa-Performance irre ich durch die verwinkelten Gassen, bestürmt von einer Kinderschar, während mich die Männer in den Cafés auf ihren Plastikstühlen halb neugierig, halb belustigt anschauen.

Im islamischen Viertel

Nördlich auf einem Hügel erhebt sich die Zitadelle von Saladin mit der prächtigen Muhammad-Ali- und der Al-Nasir-Muhammad-Ibn-Qalawun-Moschee. Von der Zitadelle aus fällt der Blick über Kairo. Am Horizont lassen sich sogar die Pyramiden von Gizeh ausmachen.

Unterhalb der Festung erstreckt sich das historische islamische Viertel mit seinen Moscheen und Basaren. Ein breiter kahlrasierter Landstreifen, der direkt an die Zitadelle grenzt, zeugt von einem der neusten Infrastrukturprojekte, welche zum Ziel haben, die Stadt zu modernisieren – und ihre Bewohnerinnen und Bewohner förmlich in die Wüste zu schicken, in eine der neuen Städte am Rande Kairos.

Der Khan-el-Khalili-Basar mit seinen Textilien und Antiquitäten zählt zu den ältesten Handelsvierteln der islamischen Welt. Wer sich einmal in den verschachtelten engen Gässchen des Basars verliert, tut gut daran, eine Richtung beizubehalten und sich getrost der Reizüberflutung zu ergeben.

Auf dem Khan el Khalili Basar.
Auf dem Khan el Khalili Basar. - Bettina Gugger

So hält es auch die Bauchtänzerin und Künstlerin Barbara Elnimra Gerber, wenn sie sich mal in den verwinkelten Strässchen ihres Viertels verirrt. Seit 20 Jahren lebt sie in der Nähe der al-Azhar-Moschee, die auf das Jahr 970 zurückgeht, der Gründungszeit der neuen Hauptstadt durch die Fatimiden.

Auch nach dieser langen Zeit kennt sie noch lange nicht jeden Winkel des grossen Quartiers. Von ihrer Dachterrasse aus kann sie bis zu den grossen Hotelkomplexen am Nil blicken, ein Kontrast zu den einfachen Siedlungen mit ihren Satellitenschüsseln auf den Dächern.

Die Pferdekarren, welche noch vor 20 Jahren das Viertel prägten, sind Tuk-Tuks und Mofas gewichen. Der soziale Zusammenhalt und die religiöse Tradition werden im armen Viertel grossgeschrieben. Gerber ist gut integriert und spricht längst den lokalen Dialekt, der sich nochmals vom üblichen Ägyptisch abhebt.

Aber das Quartier sei in den letzten Jahren zunehmend unsicher geworden, was ihr Sorgen bereitet. «Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grösser». Sie blickt kritisch auf Megaprojekte wie das Grand Egyptian Museum, das mit 81’000 m² das grösste archäologische Museum der Welt ist, oder die futuristische New Administrative Capital, 50 Kilometer östlich von Kairo, die bereits alle wichtigen Ministerien des Landes beheimatet.

Barbara Elnimra Gerber auf ihrer Dachterrasse.
Barbara Elnimra Gerber auf ihrer Dachterrasse. - Bettina Gugger

Parlamentsgebäude sowie ein grosser Präsidentenkomplex, das Finanzviertel, eine Moschee, ein gigantisches Olympiadorf und die Cultural and Art City mit einem riesigen Opernhaus stehen bereits. Aber noch ist die neue Hauptstadt kaum bewohnt.

Breite Strassen und eine Einheitsarchitektur aus Beton und dunklem Glas lassen das Gefühl für ein künftiges soziales Stadtleben vermissen. Für das, was Kairo ausmacht: ein buntes Nebeneinander von kleinen Läden, Werkstätten, Saftbars, Buchständen, mobilen Schuhputzern, Moscheen und Cafés, die während 24 Stunden am Tag die Menschen nach draussen locken.

Mina Ashraf wird mit seiner Familie bald in eine der neuen Siedlungen, die an die New Capital angrenzen, umziehen. Für ihn ist die neue Hauptstadt die Zukunft. Eine Umgebung, die noch nicht überlaufen ist, die frische Luft, die guten Schulangebote für die Tochter und eine neue, funktionierende Infrastruktur sind die Beweggründe für den Umzug.

Wem gehört die Innenstadt?

Zu Fuss ist es nicht weit in die Innenstadt nach Downtown. Der Spaziergang gleicht einer Zeitreise: Vom labyrinthartigen Viertel mit seinen mittelalterlichen Strukturen und seiner atmosphärischen Dichte taucht man ein in das moderne Kairo des 19. und 20. Jahrhunderts mit den prächtigen Jugendstil- und Art-Déco- Bauten, die auf den Khediven Ismael Pascha (1830 bis 1895) zurückgehen, der aus Kairo ein Paris des Ostens schaffen wollte.

Der Thuner Fotograf Christian Helmle dokumentierte im April 2013 die historischen Gebäude in Downtown, drei Monate bevor das Militär Präsident Mohammed Mursi von der Muslimbrüderschaft wegputschte und Abd al-Fattah as-Sisi an die Macht brachte.

«Es war eine seltsame Zeit, ein bisschen anarchisch», erinnert er sich. Es habe kaum Militär- und Polizeipräsenz gegeben. Die Strassenhändler an der Talaat Harb belegten fast die ganze Strasse, weil es keine Kontrollen gegeben habe.

«Die Cafés hatten grosse Screens aufgestellt, auf denen die ganze Nacht in voller Lautstärke Fussball oder ägyptische Pop-Videos gezeigt wurden.» Und gar mancher habe sich Mubarak zurückgewünscht, weil unter ihm wenigstens Ordnung geherrscht habe.

Heute sind an jeder grösseren Kreuzung in der Innenstadt die Kastenwagen der ägyptischen Polizei stationiert. Es ist kaum mehr möglich, mit den Menschen hier über Politik zu sprechen.

Beim Betrachten von Helmles Aufnahmen fällt ausserdem auf, dass das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt in den letzten 13 Jahren nochmals massiv zugenommen hat. Die Abgase und der Wüstensand setzen den Häuserfassaden zu.

INFO

Die Schweizer Städtekonferenz Kultur (SKK)

… ist der kulturpolitische Zusammenschluss Schweizer Städte und grösserer Gemeinden. Ihre Hauptzielsetzung ist es, die Interessen der Städte in der Kulturpolitik zu koordinieren und zu vertreten.

Die SKK fördert den kulturpolitischen Zusammenhalt zwischen den Städten und unterstützt kulturelle Vielfalt und zeitgenössisches Kulturschaffen als Teil der Stadtentwicklungspolitik.

Die Auslandsateliers in Kairo, Genua, Buenos Aires und Belgrad sollen den Kunstschaffenden ermöglichen, ausserhalb ihres Umfelds zu arbeiten, internationale Netzwerke aufzubauen und neue Perspektiven und Arbeitsweisen kennenzulernen.

Der Staat und private Investoren treiben nun die Sanierung der alten Gebäude voran, welche durch den Umzug der Ministerien und Behörden in die New Administrative Capital frei geworden sind. Die renovierten Gebäude werden danach sehr viel teurer wieder vermietet.

Möglich macht das das neue Mietrecht, das 2025 den Schutz für Dauermietverhältnisse mit niederen Mieten aufhob. Demzufolge enden Dauermietverhältnisse nach einer Übergangsfrist von sieben Jahren. «Dadurch entsteht derzeit gerade für alte Menschen, alleinerziehende Frauen und Personen, die kein reguläres Einkommen haben, eine dramatische Situation», so Andrea Thal.

Dabei betrachtet sie auch die Rolle der Kunst sehr kritisch. Festivals wie das «Downtown Contemporary Arts Festival» oder «Cairo Photo Week» bespielen diese neu geschaffenen Räume. Der soziale Verdrängungskampf zeigt sich auch exemplarisch am neuen Konzeptstore «6901», der Fashion- und Vinylstore mit gastronomischem Angebot vereint.

«6901» setzt auf die Ästhetik der Arbeiterkultur, indem der Store den Blick auf das Schneideratelier mit dampfendem Bügeleisen und die offene Küchenzeile im Stile der traditionellen Streetfoodrestaurants lenkt. Nur: Für die Menschen, deren Ästhetik der Konzeptstore nachahmt, ist das Angebot kaum erschwinglich.

Insel der Reichen

Diese Ambivalenz zeigt sich auch in Zamalek auf der Nil-Insel Gezira, einem der wohlhabenden Viertel, wo viele Botschaften und Kulturinstitute beheimatet sind. Prächtige Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert prägen das Stadtbild. Restaurants, Cafés, Bars und Galerien lassen an ein ägyptisches Berlin denken.

Warst du schon einmal in Ägypten?

In den Sporting-Clubs wie dem Gezira Sporting Club trifft sich traditionellerweise die Elite zum Sport und Netzwerken. Gleichzeitig finden sich in Zamalek auch noch die traditionellen Änderungsschneidereien, Friseursalons und kleinen Läden – im Gegensatz zu den Gated Communities, wie sie in New Cairo die Regel sind.

Die Oberschicht macht in Kairo nur etwa zehn Prozent aus. Weitere 25 Prozent zählen zur oberen Mittelschicht. Obwohl die wirtschaftliche Elite relativ klein ist, sind die sozialen Unterschiede im Stadtbild ständig präsent.

Persönlich

Bettina Gugger wurde 1983 in Thun geboren. Von ihr erschienen «Ministerium der Liebe» (2018) und «Magnetfeld der Tauben» (2020) im booxverlag. Sie ist Redaktionsleiterin des Kulturnewsletters cültür und schreibt regelmässig für den BärnerBär und hauptstadt.be

Als Kulturschaffende aus der Schweiz lässt uns die Frage nach der gerechten Verteilung der Ressourcen nicht kalt. Und trotzdem trinken wir Cappuccino in Zamalek. Vielleicht steckt hinter allem erfolgreichen (Kunst-)Schaffen diese eine Frage: Was bin ich bereit zu geben?

Kommentare

User #1361 (nicht angemeldet)

Von Steuerzahlern finanziert.

User #5624 (nicht angemeldet)

Warum erwähnt sie nicht, das viele Pferde und andere Tiere in Kairo zu Tode geschunden werden?

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