Neue Binde erkennt Krankheiten im Menstruationsblut

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Dennis Kittler

    Zürich,

    Forscher der ETH Zürich haben eine Binde entwickelt, die über das Menstruationsblut bestimmte Krankheiten erkennen kann – etwa Eierstockkrebs.

    Binde ETH Zürich
    Zürcher Forscher haben eine Binde entwickelt, die bestimmte Krankheiten anhand des Blutes erkennen kann. - Lucas Dosnon und Josef Kuster / ETH Zürich

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zürcher Forscher haben eine Binde entwickelt, die Krankheiten erkennen kann.
    • Über einen Teststreifen wird das Menstruationsblut getestet, eine App wertet dann aus.
    • Erkrankungen wie Eierstockkrebs und Endometriose können so früh entdeckt werden.

    Ein Zürcher Forschungsteam hat eine Binde entwickelt, die Krankheiten erkennt.

    Frauen können mit dem Smartphone ein Bild der gebrauchten Binde aufnehmen und mit einer App auswerten. So können Erkrankungen wie Eierstockkrebs und Endometriose früh entdeckt werden.

    Ihre smarte Binde tauften die Forschenden der ETH Zürich «MenstruAI», wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.

    Forscher: Menstruationsblut ist wertvolle Informationsquelle

    «Menstruationsblut wurde bislang als Abfall betrachtet. Wir zeigen, dass es eine wertvolle Informationsquelle ist», sagt Lucas Dosnon, einer der Entwickler.

    covid
    Der Teststreifen in der Binde ähnelt jenem eines Covid-Tests. - afp

    Das Blut enthalte Hunderte von Proteinen, deren Konzentration in vielen Fällen mit jener im Blut aus den Venen vergleichbar ist. Krankheiten wie Entzündungen, gewisse Tumore oder Endometriose führen dazu, dass bestimmte Proteine im Blut messbar sind. Forschende sprechen dabei von Biomarkern.

    Die neu entwickelte Binde erkennt drei solche Biomarker: CRP, CEA und CA-125. Der erste ist generell bei Entzündungen im Blut, der zweite ist typischerweise bei allen Krebsarten erhöht. Der dritte kann bei Endometriose und Eierstockkrebs erhöht sein.

    Binde ist mit Teststreifen ausgestattet

    Die Forscher statteten die Binde mit einem Teststreifen aus, wie sie von Covid-Selbsttests bekannt sind. Kommt der Biomarker im Menstruationsblut mit einem spezifischen Antikörper auf dem Teststreifen in Kontakt, erscheint ein Farbstreifen. Dieser ist je nach Konzentration des entsprechenden Proteins in der Farbintensität unterschiedlich.

    Gehst du regelmässig zur Früherkennung?

    Die Ergebnisse lassen sich laut der ETH mit blossem Auge oder mit einer eigens entwickelten App ablesen. Diese basiere auf maschinellem Lernen und werte die Farbintensität aus.

    So kann die Binde laut den Forschenden als Frühwarnsystem dienen. Sie soll keine etablierten Diagnosen ersetzen, sondern Hinweise geben, wann ein Besuch in der Praxis sinnvoll sein könnte.

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    Kommentare

    Minimaus

    Ja gute Erfindung mit vielen Makeln. Frauen nach den Wechseljahren, können auch Krebs oder andere Krankheiten bekommen. Die Blutung ist aber weg. Also wieder eine Erfindung die nicht durchdacht ist Schade

    User #3544 (nicht angemeldet)

    Braucht dann sicher auch eine App mit zugriff auf alles.

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