ZSC Lions verpflichten als erstes Schweizer Eishockeyteam eSportler

    Elia Del Favero
    Elia Del Favero

    Zürich,

    Die ZSC Lions eröffnen einen neuen Geschäftszweig: Der eSports-Wettkampf auf dem virtuellen Eis soll ein junges Publikum ansprechen.

    NHL ZSC Lions eSports
    Ein Screenshot aus NHL 20 (l) und das Logo der ZSC Lions eSports. - EA/zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die ZSC Lions wagen mit dem Game NHL den Einstieg in den eSports.
    • Verpflichtet hat man ein bereits international etabliertes Team.

    Der FC Basel, FC St.Gallen und weitere nationale sowie internationale Fussballklubs haben es vorgemacht. Jetzt ist auch ein Schweizer Eishockeyverein in den eSports eingestiegen. Wie die ZSC Lions in einer Pressemitteilung verkünden, verpflichten sie neu ein NHL-Team.

    NHL ist die Eishockey-Simulation auf der Spielkonsole – analog zum Fifa-Game und dem Fussball.

    Roger Gemperle, Chief Marketing Officer der Lions, bestätigt auf Anfrage, dass es sich hierbei aber nicht um ein Profiteam handelt: «Die Spieler werden nicht Vollzeit beschäftigt und gehen nach wie vor Ihrem bisherigen Beruf nach.»

    ZSC Lions verpflichten etabliertes eSports-Team

    Die Lions setzten dabei keineswegs auf Neulinge: Unter Vertrag genommen hat man das etablierte Team «The Black Jacks». Vergangene Saison konnte dieses den Vizemeister-Titel in der German Championship League erkämpfen.

    Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, werden sie sich nun ebenfalls in der Pro Division der European Champions League messen. In der Liga verkehren die besten europäischen Teams.

    Neben dem Wettkampf und Training wird das Team zusätzlich wie die Eishockey-Spieler auch für Medien- und Sponsorentermine eingesetzt, ergänzt Gemperle.

    «Mir sind Züri – jetzt auch digital»

    Als Grund für das eSports-Engagement nennt der ZSC den aktuellen Hype und die Möglichkeit, ein junges Publikum anzusprechen, welches sonst «bis anhin nicht mit dem etablierten Eissport in Kontakt kam».

    Den Slogan hat der Eishockeyklub aus gegebenem Anlass für die neue Abteilung umformuliert: «Mir sind Züri – jetzt auch digital.»

    Wie Gemperle gegenüber Nau weiter bestätigt, könnten bald weitere Vereine folgen: «Wir haben von anderen Clubs gehört, die Interesse haben, aber bisher nichts Detailliertes.»

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