Skandal-Spiel «No Mercy» weltweit auf Steam gelöscht

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    USA,

    Das kontroverse Spiel «No Mercy» wurde nach internationalen Banns weltweit entfernt. Entwickler reagieren auf massiven Druck und Kritik.

    Gamer Screamer
    Screamer wird als futuristisches Arcade-Rennspiel für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S veröffentlicht. (Symbolbild) - depositphotos

    Das kontroverse Spiel «No Mercy», eine Visual Novel mit expliziten und gewaltverherrlichenden Inhalten, sorgte weltweit für Empörung.

    Das am 22. März 2025 veröffentlichte Spiel geriet wegen seiner Darstellung von Gewalt gegen Frauen und nicht einvernehmlichen Handlungen massiv in die Kritik.

    Wie «GameStar» meldet, wurde das Spiel in Grossbritannien, Kanada und Australien aus dem Steam-Store verbannt.

    Petition übt Druck auf Entwickler aus

    Die öffentliche Empörung führte zu einer Petition auf Change.org, die über 54'000 Unterschriften sammelte. Die Petition forderte Valve auf, das Spiel global zu entfernen, da es Gewalt gegen Frauen als Unterhaltung darstelle.

    steam spiel symbolbild controller
    Eine Petition sammelte über 54'000 Unterschriften und forderte das Entfernen des Spiels aus dem Steam-Store. (Symbolbild) - Depositphotos

    Unter diesem Druck entschied sich das Entwicklerstudio Zerat Games, das Spiel weltweit aus dem Verkauf zu nehmen. Darüber berichtet auch «mein-mmo».

    Entwickler ziehen «No Mercy» zurück

    In einem Statement auf Steam erklärten die Entwickler, dass sie keine weiteren Konflikte mit Behörden oder Steam riskieren wollten. Wie «GameStar» berichtet, betonten sie, dass ihr Spiel in den Medien falsch dargestellt worden sei.

    steam spiel symbolbild gaming
    Die Entwickler reagierten auf den Druck und nahmen das Spiel global vom Markt. (Symbolbild) - Depositphotos

    Sie argumentierten, dass die Darstellung männlicher Dominanz ein normaler Kink sei und niemanden verletze. Trotz dieser Rechtfertigungen blieb der öffentliche Druck hoch.

    Britische Politiker fordern nun strengere Alterskontrollen auf Plattformen wie Steam. Um Jugendliche vor solchen Inhalten zu schützen.

    Laxe Regeln auf Steam in der Kritik

    Seit Valve 2018 begann, Erwachsenenspiele zuzulassen, wurden die Richtlinien für solche Inhalte immer wieder hinterfragt.

    Müssen Spiele mit gewaltverherrlichendem Inhalt stärker reguliert werden?

    Laut «GameStar» erklärte die britische Innenministerin Yvette Cooper, dass explizite Darstellungen von nicht einvernehmlichen Handlungen bereits durch ein Gesetz von 2008 verboten seien.

    Die Kontroverse um «No Mercy» hat erneut Diskussionen über die Verantwortung von Plattformbetreibern wie Valve entfacht. Ob das Entwicklerstudio rechtliche Konsequenzen zu erwarten hat, bleibt derzeit offen.

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    Kommentare

    User #4010 (nicht angemeldet)

    Habe es gespielt und es ist nicht so schlecht wie alle behaupten. Und gewalt hat es weniger als in ego shuter spiele und mann kann sich endscheiden ob man bad oder gotboy spielt

    User #3837 (nicht angemeldet)

    Um zu schreiben, ob man es gut findet oder nicht, müsste ich es erst einmal anfangen zu spielen. Da es nun mein Interesse geweckt hat, werde ich es mir mal auf anderem Wege besorgen.. Mit anderen Worten, das ist wieder der gleihe Quatsch, wie damals bei den C64-Spielen wie Beach Head, Teacher Busters usw Großes Drama drum machen, auf eine Verbotsliste setzen und dabei sind es simple Spiele... :)

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